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Abschied vom WM-Spielort Hannover

Hannover (dpa) - 27.06.2006, 13:32 Uhr

Ein Blick in das WM-Stadion in Hannover während eines Spiels.
Ein Blick in das WM-Stadion in Hannover während eines Spiels.

«Tschüss WM»: Nach fünf stimmungsvollen Spielen verabschiedet sich Hannover als WM-Austragungsort. Zum krönenden Abschluss stand das Achtelfinale Spanien gegen Frankreich auf dem Programm - im WM-Stadion wollten auch Spaniens Kronprinz Felipe und seine Frau Letizia mitfiebern.

Für die Organisatoren und die Besucher war die Fußball-Weltmeisterschaft ein voller Erfolg: Fünf Mal sorgten jeweils 43 000 Besucher aus dem In- und Ausland für ein ausverkauftes Haus. Die Stimmung im Stadion und auf der Fanmeile war grandios. Randale blieb aus, die Partys verliefen friedlich.

Auch nach der letzten WM-Partie in Hannover soll «König Fußball» weiter regieren: Beim Viertelfinale Deutschland - Argentinien werden vor Großbildleinwänden und in Biergärten erneut zigtausende Fans mit der deutschen Mannschaft mitfiebern. Wegen des riesigen Andrangs lässt die Stadt vor der Fan-Arena noch eine zweite, etwa 30 Quadratmeter große Leinwand auf einem Lastwagen aufstellen.

Die Verantwortlichen zogen bereits vor dem Achtelfinale eine überaus positive Bilanz der WM in Hannover. «Das ist fast wie Expo und Kirchentag zusammen», jubelte der WM-Beauftragte der Stadt, Klaus Timaeus.

Auch die Polizei war äußerst zufrieden mit dem WM-Verlauf. «Es war alles sehr friedlich, sehr fröhlich. Die Fans waren begeistert vom polizeilichen Auftreten», sagte der Sprecher der Bundespolizei, Ralf Göttner. Das Konzept der Sicherheitskräfte, präsent zu sein, aber nicht martialisch aufzutreten, sei voll aufgegangen. Sowohl die Fans als auch die Polizisten profitierten von der positiven Stimmung. «Jedes Bundesliga-Spiel bietet mehr polizeiliche Anlässe als der bisherige Einsatzverlauf zur WM in Hannover», meinte Göttner. Mit so ausgelassenen und friedfertigen Fans wie zur WM haben es die Polizisten im Alltagsgeschäft nicht immer zu tun.

Schon lange vor Anpfiff des letzten Achtelfinals feierten tausende Fans in der Innenstadt - wie bei allen vier Vorrunden-Spielen wurde das Zentrum zur Partyzone. Dadurch profitierte auch das Gastbewerbe profitierte von dem Turnier: Hotels waren in der sonstigen «Saure- Gurken-Zeit» gut ausgelastet, Kneipen und Biergärten bei vielen Spielen rappelvoll. Auch die Fleischerbranche rieb sich die Hände - bei sommerlichen Temperaturen griffen die Fußballfans vermehrt zur Grillzange. Ein wenig in die Röhre schaute dagegen der Einzelhandel: Bei vielen Spielen herrschte gähnende Leere in Kaufhäusern. Zwar wurden Fanartikel zu Verkaufsrennern, einen großen Schub brachte die WM dem Einzelhandel aber nicht.


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