SCHIFFERS PROBLEM: Claudia Schiffer (35) hat wegen der WM ein Problem auf dem heimischen Sofa. Wie das Supermodel dem «Berliner Kurier» berichtete, drückt sie selbst Deutschland die Daumen, Ehemann Matthew Vaughn aber hält es mit England. Angefangen habe der «Streit», als Claudia mit Deutschlandtrikot zum Eröffnungsspiel kam: «Bei uns ist dicke Luft», sagte Schiffer. »Wenn wir gegen England spielen, sitze ich auf der einen Seite des Sofas, Matthew auf der anderen. Ich hoffe, dass die Teams so spät aufeinander treffen, dass wir lange Frieden halten können.» FROMMER WM-PATRIOT: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hält Gott für einen Fußballfan. Der «Bild»-Zeitung sagte er: «Gott ist ein Liebhaber der Menschen und ihres Lebens. Fußball ist ein starkes Stück Leben - und damit in Gottes Liebe eingeschlossen.» Er selbst sei «Fußball- Patriot» und wünsche sich das gleiche Endspiel wie vor vier Jahren - nur mit umgekehrtem Ergebnis - Deutschland als Weltmeister vor Brasilien. Dazu habe er «den Mitgliedern der deutschen Nationalmannschaft, die ich getroffen habe, sehr persönlich und direkt Gottes Segen gewünscht». WM GEHT VOR: Zum ersten Mal seit 150 Jahren hat die Innere Mission in Schweden ihren traditionellen Gottesdienst zum Mittsommerfest verlegt. «Man muss wohl flexibel sein», begründete Pastorin Britt- Marie Kaldéus die Verschiebung beim großen Missionstreffen in der Kleinstadt Hässleholm. Seit 1855 waren bisher alle vier Gottesdienste zu unverändert festen Zeiten abgehalten worden. Man werde nun zunächst gemeinsam das Achtelfinalspiel Deutschland-Schweden in München auf einer Großleinwand anschauen und dann gleich den Gottesdienst abhalten, sagte die Pastorin. Beim Kirchenkonzert später wolle man dann «je nachdem trösten oder jubilieren». ALKOHOLPROBLEM: Auch in Fernost kurbelt die Fußball-WM den Alkoholkonsum massiv an. In Thailand teilte das Kasikorn Research Center mit, dass der Umsatz wahrscheinlich um 20 Prozent gegenüber dem Normalstand steigen werde. Dabei sei ein Anstieg des Alkoholkonsums mit dem Näherrücken des Finales zu erwarten. In den ersten WM-Tagen waren die Einnahmen aus der Alkoholsteuer bereits schlagartig um drei bis vier Prozent gestiegen. AFFENKLAU: Paviane haben nichts für die auch in England um sich greifende WM-Beflaggung von Autos über. Wie die BBC berichtete, reißen die 120 Affen mit den oft rötlichen Hinterteilen im Knowsley Safaripark einfach jedes englische Fähnchen ab, das sie im Park erblicken. «Wir würden es für weise halten, wenn unsere Besucher vor der Safari-Tour alle Wimpel und so was abmontieren», sagte Parkmanager David Ross. POESIEALBUM: Provinzposse in Potsdam, beim Gastgeber für das WM- Team der Ukraine: Oppositionsführer Hans-Jürgen Scharfenberg (Linkspartei) warf Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) vor, den Eintrag der Ukrainer ins «Goldene Buch der Stadt» nicht mit dem Stadtparlament abgestimmt zu haben. «Das Goldene Buch ist kein Poesiealbum», kritisierte er. Das Stadtoberhaupt gab sich gelassen: «Auf solche Kleinkariertheiten reagiere ich gar nicht.»
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