Eine Bahnfahrt während der Fußball-WM geht etwa so: «Willkommen im FIFA-WM-Bahnhof Berlin», sagt die mechanische Frauenstimme am Abfahrtsbahnsteig in der Hauptstadt. Eineinhalb Stunden später brummt das Band ganz ähnlich: «Willkommen im FIFA-WM-Bahnhof Hamburg.»
Und auf Englisch hinterher: «Welcome to the FIFA World Cup Railway Station Hamburg.» Von den Stadien war ja bekannt, dass die meisten zur WM einen neuen - weil werbefreien - Namen erhalten. Die AOL-Arena, vormals Volksparkstadion, heißt im WM-Deutsch deshalb FIFA WM-Stadion Hamburg. Kurz vor dem Turnier teilte das Organisationskomitee den Medien großzügig mit, es gebe keine Verpflichtung, die Stadien in der Berichterstattung so zu nennen. Man dürfe auch (werbe-)neutral vom «Stadion» oder der «Arena» sprechen und schreiben.
Ob der Fall bei Bahnhöfen nun anders liegt? So oder so: Die Reise endet ja gewöhnlich nicht am Hauptbahnhof. «Zum FIFA Fan Fest steigen Sie bitte hier um», heißt es in der U-Bahn. Oder: «Zum FIFA WM-Stadion bitte hier umsteigen.» Noch 15 Tage dürfen wir FIFA-Deutsch hören und sprechen. Danach rollt der Ball zwar immer noch, aber wir fahren einfach: zum Fußball.