Berlin (dpa) - 23.06.2006, 15:08 Uhr
Newcastle United hat bisher noch keine Schadensersatzansprüche beim Fußball-Weltverband FIFA für den Ausfall seines bei der WM verletzten Stürmers Michael Owen geltend gemacht, teilte die FIFA mit.
Erstmals hat die FIFA einen Versicherungsfond bei einer WM in Höhe von 15 Millionen Schweizer Franken (10,21 Mio. Euro) geschaffen, aus denen Lohnfortzahlungen als Kompensation bei längeren Verletzungspausen von Spielern an Clubs gezahlt werden können.
Newcastle kann seinen Anspruch bei der FIFA noch bis zum 25. Juni für Owen, der nach seinem Kreuzbandriss mindestens sechs Monate ausfällt, geltend machen. «Wir haben einen Versicherungsfonds, der für diesen Zweck da ist», sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Nationalstürmer Owen verdient in Newcastle rund 140 000 Euro pro Woche.
Offen ist jedoch, ob die FIFA in diesem Fall tatsächlich schadensersatzpflichtig ist, da der englische Verband FA seine Nationalspieler gegen Verletzungen bei nationalen Einsätzen versichert hat. «Der FIFA-Fond leistet eigentlich subsidiär Hilfe und kann herangezogen werden, wenn es keinen Versicherungsschutz für einen Spieler durch seinen Verband gibt», erklärte FIFA- Finanzdirektor Markus Klatten.