Das schwedische Team traf knapp 29 Stunden vor Anpfiff des Spiels - in München ein. Wenige Stunden später landete auch die deutsche Mannschaft am Münchner Flughafen. Wie viele Fußballfans insgesamt auf den Straßen, den Fanmeilen und im Stadion erwartet werden, kann kaum eingeschätzt werden. «Das hängt sicher auch vom Spielausgang ab, wie viele Leute dann feiern», sagte der Polizeisprecher. Der ADAC prognostizierte mehrere hunderttausend Fußballfans - und warnte deshalb vor Staus im Großraum München, zumal auch die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen losgehen. Insgesamt sind in den ersten beiden WM-Wochen laut Tourismusamt mehr als fünf Millionen Gäste nach München gekommen, der Großteil davon Tagesgäste. Auf der zentralen Fanmeile im Olympiagelände werden die Kapazitäten für das Achtelfinale erweitert. Erstmals wird auch das Olympiastadion geöffnet und mit einer Leinwand bestückt, da das offizielle Areal am Olympiasee schon mehrmals wegen Überfüllung geschlossen werden musste. «Wir rechnen erstmals mit mehr als 60 000 Fans», sagte Tobias Kohler vom Organisationsteam. Bisher schauten sich 464 000 Fans WM-Spiele auf der zentralen Münchner Fanmeile an. Eine Gruppe von Fans aus Deutschland, Polen und England setzte bereits ein Zeichen. Sie besuchte die KZ-Gedenkstätte Dachau bei München. Zum Auftakt sprachen die etwa 100 Fußball-Anhänger mit dem Vorsitzenden der Lagergemeinschaft Dachau, Max Mannheimer. An der Aktion beteiligten sich die «Löwenfans gegen Rechts», die englischen «LondonEnglandfans», die polnische Gruppe «never again» und Fangruppen aus ganz Deutschland.
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