Bei der Endrunde 1994 in den USA folgte im Achtelfinale gegen Belgien Völlers großer Auftritt. Der vor der WM von Berti Vogts reaktivierte Torjäger hatte mit zwei Treffern in Chicago maßgeblichen Anteil am 3:2 des Titelverteidigers. Klinsmann steuerte im besten deutschen Turnierspiel das dritte Tor bei. Im Viertelfinale folgte dann das unerwartete Ausscheiden gegen Bulgarien (1:2). Am 29. Juni 1998 in Montpellier gegen Mexiko drohte die deutsche Erfolgsserie zu reißen. Bis weit in die zweite Spielhälfte hinein lag das Vogts-Team mit 0:1 zurück. Torwart Andreas Köpke musste sogar in höchster Not das 0:2 verhindern, ehe Klinsmann und Oliver Bierhoff bei der Schlussoffensive noch die Wende schafften. Nach dem Kraftakt war jedoch wieder im Viertelfinale Endstation - nach dem Platzverweis für Christian Wörns verlor Deutschland gegen Kroatien mit 0:3. Auch vor vier Jahren entwickelte sich das WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und Paraguay im südkoreanischen Seogwipo zu einem Geduldsspiel, in dem Oliver Neuville erst in der 88. Minute das Tor zum 1:0-Sieg gelang. Davor hatte Oliver Kahn die deutsche Mannschaft mit zwei Weltklasse-Paraden vor dem drohenden Rückstand bewahrt. Der Siegeszug von Michael Ballack und Co. wurde schließlich erst im Finale von Brasilien (0:2) gestoppt. Das erste WM-Achtelfinale überhaupt - wie 1938 erstes Turnierspiel - bestritt eine deutsche Mannschaft am 27. Mai 1934 in Florenz gegen Belgien. Der damals 19-jährige Edmund Conen war mit drei Treffern Matchwinner beim 5:2-Erfolg. Am Ende des Turniers stand für die Auswahl von Reichstrainer Otto Nerz nach einem 3:2 gegen Österreich in Neapel der dritte Platz.
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