Die in Bremen errichtete «Südkurve» mit einer Großleinwand für Fußball-WM-Übertragungen ist möglicherweise ein wirtschaftlicher Flop. Bei Deutschlandspielen sei das eintrittsgeldpflichtige TV-Stadion zwar regelmäßig ausverkauft.
Bei anderen Begegnungen herrsche aber des öfteren gähnende Leere, berichtete der Bremer «Weser-Kurier». «Da gibt es sicher einige Sorgen», sagte der Manager der Bremer Arena, Max Lorenz der dpa. Die Münchner Südkurve GmbH & Co KG äußerte sich bisher nicht.
«Südkurven» wurden nach den Angaben der Gesellschaft außer in Bremen unter anderem in Augsburg, Bergisch-Gladbach, Bonn, Erlangen, Halle und München errichtet. Die Arena vor dem Bremer Hauptbahnhof fasst nach den Angaben der Betreiber rund 2000 Besucher. Die Ticket-Preise liegen je nach Platz und Spielrunde zwischen 3,30 Euro und 136,90 Euro. Die Spiele werden dabei auf Leinwänden von bis zu 40 Quadratmetern live gezeigt.
Partner der Südkurve-Gesellschaft in Bremen sind unter anderen der ehemalige Nationalspieler Max Lorenz und dessen Sohn Marc. Sie bezeichnen sich selbst als «Ausrichter». «Wir haben ein tolles Event für Bremen geschaffen und haben dafür viel Geld in die Hand genommen. Aber irgendwann ist Schluss», sagte Max Lorenz.