Zlatan Ibrahimovic, Fredrik Ljungberg und Henrik Larsson - diese Namen stehen für das Prunkstück im schwedischen Team, den Angriff. Auch wenn dieser in der WM-Gruppenphase noch ein wenig mit Ladehemmung zu kämpfen hatte.
In drei Spielen schoss das Drei-Kronen-Team um das hochgelobte Dreiergespann bloß drei Tore. Dafür hinterließ die Abwehr einen umso besseren Eindruck: Nur gegen England musste Keeper Andreas Isaksson zweimal hinter sich greifen. Hoffnung macht den Skandinaviern, dass sie eine stetig aufsteigende Formkurve produziert haben: Auf den enttäuschenden und dürftigen 0:0-Auftakt gegen Trinidad und Tobago folgte ein verbissen erkämpftes 1:0 in letzter Minute über Paraguay und gegen England ein vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugendes 2:2.
Dauerläufer Ljungberg kann es kaum erwarten gegen Gastgeber Deutschland auf dem Platz zu stehen: «Das wird ein Superspiel. Die Deutschen sind alle ziemlich groß, da müssen wir den Ball unten halten und sie ordentlich zum Laufen bringen.» Kapitän Olof Mellberg erklärt die schwedische Spielanlage: «Obwohl wir immer noch versuchen, in der Defensive gut organisiert zu agieren und für ein solides Fundament zu sorgen, spielen wir jetzt kühner nach vorne und haben gute Angriffsspieler.» Der Verteidiger von Aston Villa freut sich darauf, besonders in seiner Wahlheimat England noch einige Kritiker zu überraschen.
Die Schweden qualifizierten sich als einer der beiden besten Gruppen-Zweiten in Europa. Sie gewannen acht ihrer zehn Spiele und erzielten dabei statistisch gesehen genau drei Tore pro Spiel. Die einzigen beiden Niederlagen kassierten die Schweden gegen Kroatien.