Verstöße gegen FIFA-Markenrechte zurückgegangen
Berlin (dpa) - 21.06.2006, 16:28 Uhr
Ein Plüschtier trägt das offizielle Etikett für Artikel der Fußball-WM.
Die Zahl der Verstöße gegen Markenrechte des Fußball-Weltverbandes FIFA und seiner Sponsoren ist zurückgegangen. Nach Angaben von FIFA-Marketing-Chef Gregor Lentze gab es im Vorfeld der WM in Deutschland 1700 Fälle in 70 Ländern. 100 der Fälle seien noch offen, sagte Lentze der «Süddeutschen Zeitung». Bei der WM 2002 waren noch 1900 Fälle in 88 Ländern aufgedeckt worden. Die Einhaltung der Rechte wird von der FIFA streng kontrolliert. Für die WM 2006 zahlen 15 exklusive Sponsoren 700 Millionen Euro. Dazu kommen sechs nationale Förderer, die jeweils 12,9 Millionen Euro aufwenden. Dieses Geld fließt direkt in die Kasse des WM-Organisationskomitees. Zudem hat die FIFA noch 130 Lizenznehmer. Die TV-Einnahmen der FIFA liegen bei dieser WM bei 970 Millionen Euro. Für die WM 2010 in Südafrika wird eine Steigerung der Gesamteinnahmen aus dem Verkauf von TV- und Sponsorenrechten auf zwei Milliarden Euro erwartet.
Lentze wehrte sich gegen den Vorwurf der «Abzocke» durch die FIFA. Den Einnahmen von 1,8 Milliarden Euro in diesem Jahr stünden Ausgaben von 1,1 Milliarden Euro gegenüber, betonte Lentze. Der Überschuss werde verteilt. Er verwies darauf, dass mehr als 20 Turnier-Veranstaltungen der FIFA bis 2010 «Zuschussgeschäfte sind und durch die WM kompensiert werden». Den Großteil des Gewinns erhalten die nationalen Mitgliedsverbände. Zudem würden Entwicklungsprojekte damit finanziert. Ein Teil solle auch zur Bildung der Eigenkapitalreserve des Verbandes verwendet werden.
|