Familie Al Khalaf hält zusammen, auch wenn sie nicht gemeinsam in das WM-Stadion gekommen ist. Neben Vater Ahmed sind auch Sohn Khalaf und die beiden Töchter Marian und Ghada mit von der Partie in München.
Mutter Zaida ist im Hotel geblieben, sie wolle sich nicht den Blicken der anderen Zuschauer stellen, wie ihr Ehemann erklärt. Zaida Al Khalaf vermutet, dass wie in ihrer Heimat, auch in Deutschland ein Fußballstadion für Frauen tabu ist. Doch die Kinder sind überglücklich, und drängen den Vater, endlich in das Stadion zu gehen.
Familie Al Khalaf gehört zu den 200 Fans, die aus Saudi-Arabien zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland gekommen sind. Entgegen einer landläufigen Meinung seien die Gehälter im Erdölstaat verhältnismäßig niedrig, so dass sich nur wenige die WM-Tour leisten könnten, sagte Ahmed Al Khalaf. Und eine große Hürde sei auch, ein Einreisevisum nach Deutschland zu bekommen. «Doch wir haben uns diesen Traum erfüllen können», sagt der Vater stolz.