Der Absatz werde durch die WM deutlich stärker beflügelt als ursprünglich angenommen, sagte Bayerns Brauer-Präsident Michael Weiß in München. Die bayerischen Brauer rechnen für den Monat Juni nun mit einem zusätzlichen Absatzplus von zehn Prozent durch die Weltmeisterschaft. Bisher waren sie von fünf Prozent ausgegangen. Um den Nachschub sorgen müssen sich die Fußball-Fans laut Weiß aber nicht. Bisher gebe es keine Lieferengpässe. «Es gibt aber zum Teil Signale, dass es Leergut-Probleme gibt.» In der Feierstimmung vergessen die Fans offenbar zuweilen, ihr Leergut wieder zurückzubringen. Leere Fässer und Flaschen kämen teils nur zögerlich zurück. Udo Franke, Sprecher von Carlsberg Deutschland zu der die Hamburger Holsten-Brauerei gehört, sagte: «Durch die WM in der Art und Weise wie sie stattfindet, also Siege der deutschen Nationalmannschaft und gutes Wetter, verkaufen wir erfreulicherweise mehr Bier.» Verglichen mit den Umsatzzahlen der vergangenen Sommer freut sich auch das Einbecker Brauhaus über einen «steigenden Absatz». Marketingleiter Bernd Mose berichtete, dabei gebe es eine leichte Verlagerung von Flaschen- auf Fassbier. «Auf den WM-Veranstaltungen wird natürlich Fassbier getrunken, ist ja klar», sagte er. «Bei den Fans ist klar Bier der Renner», sagte der Geschäftsführer Marketing von HASSIA Mineralquellen GmbH & Co. KG, Ullrich Schweitzer. Für den Mineralwasserhersteller mit Sitz in Bad Vilbel bei Frankfurt ist die WM insofern lukrativ, als sie die Versorgung von Polizei und Sicherheitskräften im Frankfurter Stadion übernommen haben. «Der Wettergott Petrus ist nach wie vor der beste Verkaufsförderer.» Bei der Güstrower Schlossquell GmbH in Mecklenburg-Vorpommern verdoppelt sich der Absatz nach Firmenangaben in diesen Tagen. Das Unternehmen produziert Mineralwasser, Limonaden, Bitter Tonic und Ginger Ale. Der Mineralwasserhersteller Überkinger in Baden- Württemberg registriert derzeit gegenüber Anfang Juni ein Plus beim Tagesabsatz von 30 Prozent.
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