Deutscher ist berühmter Fan der «Socceroos»
Frankfurt/Main (dpa) - 21.06.2006, 10:20 Uhr
Fan André Krüger besucht mit einem Plastik-Känguru die Australien-Spiele.
«Der Storch hat mich auf dem Weg nach Sydney über Hannover verloren» - treffender könnte André Krüger seine Leidenschaft für Australien kaum beschreiben. Mit einer Gänsehaut erlebte der 46-Jährige die australische Hymne bei den ersten beiden WM-Spielen der «Socceroos» in Kaiserslautern und München. «Es war überwältigend. Australien ist meine Heimat, mein Herz schlägt australisch», beschreibt der in Nationaltrikot und grün-gelbe Schirmmütze gekleidete Krüger seine Gefühle. Seit frühester Kindheit schwärmt der Hannoveraner für den Fünften Kontinent. «Meine ersten Stofftiere waren ein Känguru und ein Koalabär», erklärt er mit einem Schmunzeln. Bei der Fußball- eltmeisterschaft 1974 wurde dann auch seine Leidenschaft für die Fußballer aus «Down Under» geweckt. Zu seinem großen Idol Peter Wilson, der Beckenbauer Australiens, hat er noch heute Kontakt.
In Australien ist der «Crazy German» bekannt wie ein bunter Hund. Über seine Reisepläne ins Land der Aborigines berichten die örtlichen Medien ausführlich. Krügers Ankunft wird bereits am Vortag in der Presse angekündigt. Bei Radio- und TV-Shows ist er ein gern gesehener Gast. Vorbei ist die Zeit, als Krüger wegen seiner Leidenschaft für die «Socceroos» nur als «der verrückte Deutsche» galt. «Alles ist ein bisschen offizieller geworden. Alle erkennen mich. Von den Australiern kommt sehr viel zurück», sagt der Angestellte einer deutschen Lebensmittelkette. Der berühmte Fan wird mittlerweile zu offiziellen Anlässen des Australischen Fußballverbandes (FFA) eingeladen, ist Ehrengast bei Länderspielen der Nationalmannschaft und wichtiger Ansprechpartner des FFA. «Teilweise wird der Flug gesponsert. Im Land brauche ich weder für Hotels noch für Essen bezahlen. Das macht mich stolz», sagt Krüger. Für die Fußball-WM in Deutschland stattete ihn der Verband mit Tickets für alle Spiele aus, mit den Nationalspielern duzt er sich. «Ich bin mitten drin und genieße das». |