Jubelchöre und Hupkonzerte - WM-Freude überall
Berlin (dpa) - 21.06.2006, 08:47 Uhr
Hunderttausende Fans feiern auf der Party-Meile in Berlin.
Mit Hupkonzerten und Freudentänzen bis spät in die Nacht und dem Jubelchor «Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin» haben die Fans in Deutschland das 3:0 der Nationalmannschaft gegen Ecuador gefeiert. Millionen Fans freuen sich nun auf das Achtelfinalspiel gegen Schweden. Die Polizei rechnet mit neuen Rekordzahlen auf den Fanmeilen, nachdem bereits am 20. Juni mehr als zwei Millionen Menschen den Gruppensieg der deutschen Mannschaft in der Vorrunde gefeiert haben. Die Feiern zur Fußball-WM erreichen neue Dimensionen und dürften am 24. Juni alle Rekorde sprengen, wenn die Gastgeber im Achtelfinale in München auf Schweden treffen. Die Skandinavier spielten in Köln 2:2 gegen England, das einen Tag später in der K.o.-Runde gegen Ecuador antritt. Gut zwei Millionen Menschen waren im ganzen Land vor den zahllosen Großbildleinwänden auf den Beinen. «Fiii-naaa-le, ohohoho...» war ein weiterer WM-Hit, der überall auf den Partymeilen zwischen Nord und Süd zu hören war. Besonders in Berlin und Hamburg war der Ansturm so stark, dass eine Stunde vor Anpfiff des Spiels gegen Ecuador im Olympiastadion zahlreiche Eingänge zu den Fanfesten aus Sicherheitsgründen geschlossen werden mussten.
Auf der größten WM-Meile des Landes hatten sich in Berlin auf der Straße des 17. Juni nach Angaben des Senats rund 700 000 Menschen versammelt. Damit sind im 2,5 Kilometer langen Partygelände im Herzen Berlins seit WM-Beginn bereits mehr als 3,5 Millionen Fans zusammen gekommen. «Das muss man einfach live miterleben», hieß es in einer Gruppe Dortmunder Freizeitfußballer, die gleich nach ihrer Zugankunft vom neuen Hauptbahnhof aus Richtung Brandenburger Tor eilten. Aber auch an den vielen anderen Treffpunkten platzten die Partys fast aus den Nähten. Auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg drängelten sich 70 000 Menschen, laut Veranstalter so viel wie noch nie bei dieser WM, deren offizielle Fanmeilen bereits rund 8 Millionen Besucher angelockt haben. In Kaiserslautern sorgten 160 Künstler aus Trinidad und Tobago in farbenprächtigen Kostümen und mit furioser Trommelmusik in der Innenstadt für pure Karnevalsstimmung. |