dpa: Dämpfen Sie, weil die Euphorie in der Mannschaft so groß ist? Klinsmann: «Die Mannschaft weiß, dass jetzt die WM eigentlich erst jetzt richtig losgeht, dass sie ab dem Achtelfinale das Hemd dafür geben muss, einen Schritt weiter zu kommen. Wir freuen uns über die Atmosphäre und die Punkte, aber wir wollen noch drei Wochen im Turnier bleiben. Deswegen sind wir alle mit den Füßen auf dem Boden.» dpa: Empfinden Sie es als Bürde, zum Kreis der Favoriten zu gehören? Klinsmann: «Generell haben wir kein Problem damit. Wir arbeiten seit zwei Jahren daran, dass man uns auf der Rechnung hat, und jetzt hat man uns auf der Rechnung. Je weiter wir kommen, desto mehr Respekt verschaffen wir uns.» dpa: Wie sehr sind Sie als einstiger Stürmer von Miroslav Kloses bisheriger Leistung beeindruckt? Klinsmann: «Bei der WM zeigen sich die wahren Torjäger, das hat er kapiert. Das ist ein anderer Miro Klose als vor vier Jahren. Da hat er fünf Tore in der Vorrunde gemacht, aber in der K.o.-Runde keins mehr. Das wollen wir jetzt ändern. Wir wollen ihn so heiß machen, dass er in den entscheidenden Spielen seine Dinger auch macht.» dpa: Wie erleichtert sind Sie über das erste WM-Tor von Lukas Podolski und das gelungene WM-Debüt von Robert Huth? Klinsmann: «Für Stürmer ist es immer die beste Medizin, ein Tor zu schießen. Ich habe noch vor dem Spiel gesagt: Wenn Du dran glaubst, kommt es dann. Mit Robert Huth bin ich sehr zufrieden. Für uns war es wichtig, dass Robert in das Turnier kommt, wenngleich Metze und Per bei uns gesetzt sind. Metze wird im Achtelfinale zurückkehren. Doch Robert in der Hinterhand zu haben, ist Gold wert.»
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