Berliner Taxifahrern geht während der Fußball- Weltmeisterschaft ein lukratives Geschäft verloren: Der Weltfußball- Verband FIFA beauftragte für sämtliche Fahrten der Gäste, Spieler und Funktionäre in der Hauptstadt einen Frankfurter Generalunternehmer. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort von Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) auf eine Parlamentarische Anfrage der CDU hervor. Der Verband der Berliner Taxifahrer kündigte gegen die «Umgehung des Gesetzes» rechtliche Schritte an. Einige Fahrer hätten schon Anzeige erstattet.
Das Vorgehen der FIFA widerspreche dem Personenbeförderungsgesetz in Berlin, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Detlev Freutel. Laut Gesetz dürfen nur Taxifahrer Personen in Berlin befördern, die über eine im Land erworbene Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung verfügen. Fahrer müssten sich zudem in der Stadt auskennen, sagte Freutel. Auch die Ortskunde sei im Gesetz vorgeschrieben.