Sie sind hier: Startseite > WM 2006 > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Ball «Teamgeist» ein Volltreffer

Berlin (dpa) - 20.06.2006, 12:16 Uhr

Über den offiziellen Spielball der Weltmeisterschaft gehen die Urteile auseinander.
Über den offiziellen Spielball der Weltmeisterschaft gehen die Urteile auseinander.

Der «Teamgeist» hat bei der Fußball-WM voll eingeschlagen - jedenfalls für Adidas. Während der offizielle WM-Spielball die Kassen des Sportartikel-Herstellers klingeln lässt, klingelt es in den Kästen der WM-Keeper viel seltener als mit dessen Vorgänger «Fevernova».

Bis zum Abend des 19. Juni fielen in bisher 32 von 64 Spielen 75 Treffer. Zur Turnier-«Halbzeit» vor vier Jahren in Südkorea und Japan hatten die Spieler bereits 85 Mal getroffen. Insgesamt brach bei der WM 2002 161 Mal Torjubel aus.

Jubel herrscht in jedem Fall beim Hersteller. Bereits 15 Millionen Mal wurde «Teamgeist» weltweit verkauft, verkündet die Presseabteilung des Konzerns aus Herzogenaurach. Das vorherige WM- Modell «Fevernova» ging nur sechs Millionen Mal über den Ladentisch. Adidas ist Sponsor des Weltverbandes FIFA und stellt seit 1970 den Ball bei den WM-Turnieren. Aus Marketing-Sicht ein unschätzbarer Trumpf.

Angesichts der Erfolgszahlen reagiert das Drei-Streifen-Unternehmen empfindlich auf Kritik am «Teamgeist». «Wir nehmen die Kritik zur Kenntnis, wobei wir diese als Einzelmeinungen verstehen», lässt Unternehmens-Sprecher Oliver Brüggen verlauten und versichert, «dass es sich beim 'Teamgeist' um den rundesten, präzisesten und beständigsten Ball aller Zeiten handelt. Dies haben umfangreiche unabhängige Tests bewiesen.» Immerhin hatte zuletzt die Stiftung Warentest am Tag des WM-Eröffnungsspiels am 9. Juni das Adidas-Produkt zum Sieger erklärt.

Ohnehin hängen Lob und Tadel der WM-Spieler mehr von den jeweiligen Sportausrüster-Verträgen als von persönlichen Erfahrungen ab. «Das ist ein toller Ball», sagte Englands Kapitän David Beckham, prominenteste Werbe-Figur von Adidas. Auch der brasilianische Adidas-Vertreter Kaka fand selbstverständlich nur positive Worte: «Ich mag den Ball, er liegt toll am Fuß.»


Dagegen nörgelte Deuschlands Nummer eins, Jens Lehmann. «Der Ball ist sehr schnell, aber bei Regen nicht sehr angenehm. Dann fängt er an zu flattern. Er fühlt sich an wie Plastik, bei Regen ist er besonders glitschig», sagte der Torwart, dessen Club Arsenal London von Nike beliefert wird. Sein englischer Kollege David Robinson, der ebenfalls vom US-Konzern ausgestattet wird, äußerte sich ähnlich: «Das Ball ist sehr undankbar, ändert in der Luft öfter die Richtung und fühlt sich an wie ein Plastikball.»

Auffällig ist bei dieser WM die große Zahl an Treffern durch Schüsse außerhalb des Strafraums: 15 Mal waren Spieler mit ihren Versuchen aus der Ferne erfolgreich, was einer Quote von 20 Prozent entspricht. In Südkorea und Japan waren im gesamten Turnier 15 Tore durch Weitschüsse gefallen. Die Quote lag bei 9,31 Prozent.

«Für uns Spieler ist er gerade für Weitschüsse hervorragend geeignet. Wenn man ihn richtig trifft, fallen die schönsten Tore», bestätigt Torsten Frings, der mit einem Schuss aus gut 20 Metern den 4:2-Endstand im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica markierte und den Ball nach dem Abpfiff stibitzte.

Der Ball ist heute ein High-Tech-Produkt. Drei Jahre hat Adidas am «Teamgeist» gefeilt und ihn intensiven Tests unterworfen. Das Besondere: Der Ball hat weniger Nähte als alle seine Vorgänger. Früher bestanden die Bälle aus bis zu 32 Vielecken, beim «Teamgeist» sind es nur 14 Teile. Zudem ist das Ventil so konstruiert, dass auch die kleinste Unwucht vermieden wird.

Ball-Neubesitzer Frings kritisierte, die Kugel sei zu stumpf und bleibe des öfteren an den Schuhen hängen. Aber letztlich wusste er auch, was er dem Ausrüster der Nationalmannschaft schuldig ist: «Er ist ja von unserem Sponsor: Er ist schon der beste.»

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
20.06. 09:16 - WM-Effekt in der Wirtschaft «eher mäßig»
19.06. 17:11 - Ticket-Soll übertroffen - Rasen im Griff
19.06. 14:19 - «WM-Buch-Schwemme» nach Abpfiff
19.06. 13:51 - FIFA-Mitglied Bhamjee verlässt Deutschland
19.06. 13:24 - Weniger Bürokratie bei EM-Ticketverkauf 2008
18.06. 15:39 - Sponsoren für leere Sitzplätze verantwortlich
18.06. 15:24 - FIFA greift durch: Bhamjee muss das Land verlassen
17.06. 20:19 - FIFA-Mitglied Bhamjee gesteht Ticket-Verkauf
17.06. 13:02 - Niederländer müssen Hosen runter lassen
16.06. 12:14 - WM-OK stellt Eingangskontrolle nicht in Frage
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com