Große Gewinner der Weltmeisterschaft seien angesichts der Sommerhitze vor allem Gartenlokale und Biergärten mit Leinwänden zur Live-Übertragung von Fußballspielen, während die klassische Gastronomie weniger davon profitiere. «Es ist uns aber auf jeden Fall gelungen, ein positives Image von Deutschland in die Welt hinauszutragen», ist Heckel überzeugt. Das Gastgewerbe setze daher nicht nur auf die vier WM-Wochen, sondern erwarte langfristig positive Effekte. Der Einzelhandel sieht unterdessen seine eher vorsichtigen Erwartungen an die Weltmeisterschaft bestätigt. «Allen war klar, dass der Einzelhandel nicht im Zentrum des Interesses steht, wenn Deutschland spielt und wir Sommerwetter haben», sagt HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Seit WM-Beginn hat die Branche einen regelrechten Ansturm auf alles rund um den Fußball erlebt. In vielen Geschäften seien Fan-Artikel wie Trikots, Schals und Kappen bereits ausverkauft, sagt Pellengahr. «Umsatzzuwächse in diesem Bereichen gleichen teils Umsatzverluste in anderen Segmenten aus.» Die Branche sei insgesamt zufrieden. «Enttäuschung gibt es nur dann, wenn man vorher andere Erwartungen hatte.» Nach einer zunächst eher mäßigen Resonanz für längere Ladenöffnungszeiten und Sonn- und Feiertagsöffnungen sei der vergangene verkaufsoffene Sonntag offenbar schon besser angenommen worden, sagt Pellengahr. «So etwas muss sich erst herumsprechen.» Im übrigen sei ja noch nicht einmal die WM-Halbzeit erreicht. «Es liegt noch einiges vor uns.»
 |