Ticket-Soll übertroffen - Rasen im Griff
Berlin (dpa) - 19.06.2006, 17:11 Uhr
Wie hier in Frankfurt gibt es im freien Verkauf kaum Tickets für die Fußball-WM.
Bei der Fußball-WM wird das deutsche WM-Organisationskomitee (OK) das geplante Ticket-Soll aller Voraussicht nach übertreffen. Für die ersten 29 Spiele wurden 1,494 Millionen Karten verkauft. «Damit waren alle Partien praktisch ausverkauft», erklärte Horst R. Schmidt, Erster Vizepräsident des OK, in Berlin. Im 430 Millionen Euro betragenden WM-Haushalt wurde mit einer Auslastung der zwölf WM-Stadien von 95 Prozent und einer Einnahme von 200 Millionen Euro kalkuliert. Für die 64 Spiele gab es 3,2 Millionen Tickets. «Nun müssen wir abwarten, wie es ab dem Achtelfinale läuft. Als Kaufmann warte ich mit neuen Einnahme-Prognosen bis zum Ende», sagte Schmidt. Für die Runde der letzten 16 Mannschaften steht den teilnehmenden Ländern ein Kartenkontingent von 120 000 Karten zur Verfügung. Die meisten seien bereits über ein Options-Verfahren von den Verbänden verkauft worden.
Mit 51 550 Zuschauern pro Spiel verzeichnet die WM in Deutschland nach Angaben des Fußball-Weltverbandes FIFA den besten Besucherschnitt seit sechs Weltmeisterschaften - mit Ausnahme der Endrunde in den USA 1994. Der Grund: Dort hatten die Arenen ein größeres Fassungsvermögen. Im Griff hat das OK inzwischen die Rasen-Problematik. «Der Rasen erfüllt von der Trittfestigkeit her nun alle Ansprüchen», sagte Schmidt zu Klagen über die Spielflächen. Durch die starken Regenfälle vor der WM habe es eine Feuchtigkeitsschicht in den neu verlegten Spezial-Rasen gegeben, die nun durch die Hitze abgetrocknet sei. «Jetzt ist die Qualität hergestellt», so Schmidt. Keine Klagen seien bisher beim OK über die 60 Trainingsplätze für die WM-Teams eingegangen. Auch der Transport von Mannschaften. Offiziellen und Betreuern funktioniere tadellos. «Da haben wir eine Pünktlichkeitsquote von fast hundert Prozent», berichtete er. Kritik an den angeblich zu nachlässigen Kontrollen an und in den zwölf WM- Stadion wies er zurück. «Das ist Nonsens. Dass zwei Mal bengalische Feuer entzündet wurden, ist kein Beweis dafür, dass es nicht funktioniert.»
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