Berlin (dpa) - 19.06.2006, 13:24 Uhr
DFB Nationalmannschaft Fanartikel
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Der Ticketverkauf für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz soll unbürokratischer werden als bei der laufenden WM. Die Personalisierung von Eintrittskarten werde eingeschränkt, kündigte Martin Kallen, der Turnierchef für die Fußball-EM in zwei Jahren, an.
Zugleich kritisierte er das aktuelle System: «Das Ticketing in Deutschland ist fast zu detailliert und zu technisch, es verursacht auch Probleme. Es hat sich gezeigt, dass die Kontrolle mit Identitätspapieren nicht funktioniert.»
Die EM-Organisatoren setzen auf ein System, bei dem ausschließlich der Käufer seine Personalien angeben muss. Dieser ist in der Folge für alle Personen verantwortlich, für die er eine Eintrittskarte erworben hat. Damit bleibe der bürokratische Aufwand erspart, wenn ein Ticket kurzfristig von einer Person zur nächsten weitergegeben wird. «Die Umschreiberei ist für den normalen Fan zu kompliziert. Es ist zwar eine gute Idee, aber in der Praxis nicht durchführbar. Die Stadien werden dadurch nicht sicherer», sagte Kallen.
Der Vorverkauf für die EM startet im Frühjahr 2007 über das Internet. Im Gegensatz zu Deutschland soll es nur eine große Verlosungsrunde geben. Jeder Verband erhält pro EM-Spiel seines Teams 20 Prozent der verfügbaren Tickets, 37 Prozent gehen in den freien Verkauf, der Rest ist für Sponsoren, den Hospitality-Bereich, die «UEFA-Familie» und Medien reserviert.