Weiter Ansturm auf bunt-gemischte Fan-Partys
Berlin (dpa) - 18.06.2006, 19:25 Uhr
Brasilianische Fans strahlen in München um die Wette.
Viele tausende Fans sind auch am 18. Juni auf die WM-Partys in ganz Deutschland geströmt. Vor allem an den Spielorten Nürnberg, München und Leipzig feierten die Schlachtenbummler aus aller Welt friedlich den Auftritt ihrer Mannschaften. Mit gleich zwei Partien stand Bayern im Mittelpunkt. Beim Spiel Japan gegen Kroatien in Nürnberg (0:0) sowie der Partie Australien gegen Brasilien in München gab es nach Polizeiangaben kaum Störungen. In Leipzig, wo Frankreich und Südkorea aufeinander trafen, war die Lage ebenfalls ruhig. Vor dem Münchner WM-Stadion bot sich ein farbenfrohes, von gelb und blau bestimmtes Bild. Die Stimmung war fröhlich und friedllich. Einige australische Fans trugen als Erkennungsmerkmal aufblasbare Plastik-Kängurus auf ihren Schultern. Dutzende Fußballbegeisterte suchten mit Schildern kurzfristig noch Tickets - und wurden auf dem Schwarzmarkt nach Angaben von Beobachtern wohl auch fündig.
Tausende von Fans der Brasilianer und Australier hatten bereits in der Nacht vor dem Spiel ausgelassen und ohne größere Zwischenfälle gefeiert und viele am Morgen im Dom um himmlischen Beistand gebetet. Die Fans seien einfach «gut drauf», sagte ein Polizeisprecher. Nur eine handgreifliche Auseinandersetzung registrierten die Beamten zwischen einem 37-jährigen Brasilianer und einem 29 Jahre alten Australier, der daraufhin im Krankenhaus behandelt wurde. In Nürnberg ging der dritte WM-Spieltag mit einem torlosen Unentscheiden zwischen Japan und Kroatien ohne Probleme über die Bühne. Stadtsprecher Siegfried Zelnhefer beschrieb die Lage rund um das Spiel als «entspannt, heiter und ruhig». Die blau gekleideten japanischen Fans und die Kroaten in ihren rot-karierten Trikots strömten bunt gemischt zum Franken-Stadion und zum Fan-Fest auf dem Volksfestplatz. Auf der Videowand verfolgten dort rund 10 000 Fußball-Fans das Spiel. Insgesamt hatte das Fan-Fest bis dahin schon 150 000 Besucher gezählt, im Münchner Olympiapark waren es weit mehr als 300 000. |