Aus Sicht der Organisatoren in Gelsenkirchen und Dortmund hat sich das Ticket-System bewährt. Peter Peters, Geschäftsführer von Schalke 04 und WM-Beauftragter in Gelsenkirchen, sagte über den Einlass beim Spiel Polen-Ecuador: «Es ist reibungslos und völlig ohne Probleme gelaufen. Die Besitzer aller verkauften Tickets waren da.» In Nürnberg hat das WM-Organisationskomitee bislang keine Hinweise auf einen blühenden Schwarzmarkt ausgemacht. Derzeit gebe es keinen Anlass, die Identitätskontrollen zu verschärfen. «Das heißt aber nicht, dass wir die Tickets bei dem oder anderen Spiel stärker überprüfen», sagte OK-Sprecher Martin Haltermann. In München gibt es laut OK-Sprecher Jens Grittner zwar einen Ticket-Schwarzmarkt, er halte sich aber in überschaubaren Grenzen: «98 Prozent all jener, die Karten haben, nutzen diese auch selbst.» In Leipzig fanden sich vor dem Spiel Serbien-Montenegro gegen die Niederlande insbesondere Händler vom Balkan ein. Vier Stunden vor dem Spiel sollten die Karten bis 900 Euro kosten, zwei Stunden davor lag die Forderung bei 250 Euro. Wim aus Utrecht sagte: «Leipzig ist für mich nicht ganz so wichtig. Maximal 300 Euro würde ich ausgeben. Etwas Geld muss ich mir aufheben, denn ich will unbedingt das Argentinien-Spiel sehen. Das wird dann sicher teurer.» Allerdings gibt es auch WM-Touristen, die bereit sind, tief in den Tasche zu greifen - so gesehen in Hannover vor dem Spiel Italien- Ghana. Dort stand ein Fan im Schweden-Outfit mit einem Plakat: «Suche 2 Tickets für Schweden-England (zahle 2000 Euro) und Schweden- Paraguay (zahle 1000 Euro)».
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