Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich beim Spiel Deutschland - Polen (1:0) von der tollen Atmosphäre im Dortmunder WM-Stadion anstecken lassen.
Bei den beiden Lattentreffern für Deutschland kurz vor Schluss litt sie auf der Ehrentribüne sichtlich mit den Spielern, beim anschließenden Abseitstor sprang sie jubelnd von ihrem Sitz und klatschte in die Hände. Wie sie beim Siegtor von Oliver Neuville in der Nachspielzeit jubelte, war nicht zu sehen - vermutlich aber nicht allzu überschwänglich, immerhin saß der polnische Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz neben ihr.
Italiens Ministerpräsidenten hat die Bundeskanzlerin zu einem Fußballspiel der WM eingeladen. Romano Prodi sagte ihr bei einem politischen Besuch in Berlin darauf, er werde sicherlich zum Finale zwischen Italien und Deutschland kommen. Die Kanzlerin antwortete wie das Orakel von Delphi mit dem Michail Gorbatschow in den Mund gelegten Zitat: «Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.»