Octave Logbo hat endlich sein Ziel erreicht: Seit Tagen reist er der Mannschaft von der Elfenbeinküste hinterher, kaufte sich schon in seiner Heimat Tickets für alle Gruppenspiele und stand sich vor den Quartieren der afrikanischen Stars die Beine in den Bauch.
Jetzt in Stuttgart hat der Ivorer das erste Foto von seinem Idol, dem Stürmerstar Didier Drogba geschossen - aus nächster Nähe. «Toll, toll, das kommt jetzt neben mein Bett», jubelt der 45-Jährige vor dem Hotel Le Meridien, wo das Fußballteam vor dem Spiel gegen die Niederlande wohnt.
Doch Octave Logbo hat nun ein anderes Problem: «Die Holländer sind so Orange wie wir», sagt er geschockt über die Fankleidung seiner Landsleute, bei der, wie bei den Niederländern, das leuchtende Orange dominiert. Deshalb will er vor dem Spiel noch schnell in die Stadt gehen und sich ein Hemd mit mehr Grün kaufen. «Wenn das nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm. Immerhin kann man uns ja an der Hautfarbe erkennen.»
Und auch sonst ist Octave Logbo optimistisch. «Das Spiel gegen Argentinien hat mir Mut gemacht. Es ist großartig, dass unser Land endlich auch Mal eine Chance hat, ein positives Bild abzugeben.» 21 Tage bleibt er in Deutschland, aber da er selbstständig ist, sei das «nach hinten verlängerbar». «Jetzt habe ich so lange gespart. Wenn wir über die Vorrunde kommen, dann bleibe ich auch bis zum Ende. Wenn wir rausfliegen, fliege ich eben nach Hause.»