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Schwarz-Rot-Gold geht weg «wie warme Semmeln»

Berlin (dpa) - 14.06.2006, 13:08 Uhr

Deutsche Fußballfans feiern in Stuttgart auf dem Schlossplatz vor einer Videoleinwand.
Deutsche Fußballfans feiern in Stuttgart auf dem Schlossplatz vor einer Videoleinwand.

Der Nachschub für für das heiß begehrte Schwarz- Rot-Gold ist sichergestellt. Die Fans der Nationalmannschaft von Jürgen Klinsmann können sich bis zum möglichen Endspiel weitgehend problemlos mit Deutschland-Fahnen versorgen.

Aber auch die Flaggen der anderer WM-Länder sind in deutschen Landen heiß begehrt, ergab eine bundesweite dpa-Umfrage. Trotz der großen WM-Fahnen-Euphorie in Deutschland heißt es in der Branche: «Wir haben noch genug Meterware an Deutschlandfahnen-Stoffen in unterschiedlichen Größen und können damit noch viele Fahnen nähen.» Dennoch: In manchen Läden sind Deutschland-Fahnen schon ausverkauft. Das gilt vor allem für Auto-Flaggen. «Sie gehen weg wie warme Semmeln - Nachfrage extrem - Markt leergefegt.» Trost: Neue Fahnen sind geordert und werden bald geliefert.

Allein in einer Fahnen-Fabrik in Stuttgart sind zur WM mehrere hunderttausend Fahnen verkauft worden. Renner: Deutschland. Aber auch Italien, Kroatien, Brasilien, Schweiz und Frankreich sind sehr gefragt. Der Markt für Flaggen hat sich allein bei einem großen Hamburger Unternehmen im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 50 Prozent gesteigert. «Diesen Hype hat niemand vorhergesehen.»

Die Renner sind Autofahnen und Flaggen im Format 1,50 Meter mal ein Meter. Bei den Flaggen anderer Nationen hängt der Absatz davon ab, welche Fans gerade durch die Städte ziehen. So war am Sonntag in Köln Notstand bei Angola-Fahnen. In Düsseldorf sind auf Grund der großen Japan-Gemeinde vor allem Nippon-Flaggen Mangelware.

Ein Abteilungsleiter in einem Düsseldorfer Kaufhaus äußerte sich total perplex: «Es ist Wahnsinn, was hier abgeht. Es ist eine Steigerung um 900 bis 1000 Prozent im Vergleich zu normalen Zeiten.» Erst wurde überwiegend Import-Ware aus Fernost verkauft, mittlerweile geht es nur noch darum, wo man Fahnen herbekommen kann.

Bei Fahnen-Fabrik in Wuppertal bildeten sich vor dem Werksverkauf große Menschentrauben. «Natürlich laufen Deutschland-Fahnen am besten, aber überraschend gehen auch die Exoten hervorragend. Trinidad und Tobago ist fast ausverkauft», berichtete der Geschäftsführer.


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