«Wer wird Fußball-Weltmeister?» - lautet wohl die am häufigsten gestellte Frage, die Frank-Walter Steinmeier (SPD) in diesen Tagen zu hören bekommt.
Die Antwort des Außenministers fällt - wie könnte es anders sein - diplomatisch aus: «Weltmeister wird der, der das Endspiel gewinnt», sagte er beim Besuch der «Fan-Botschaft» auf der Berliner «Fan-Meile».
Dort pfiff der Minister wenige Stunden vor Beginn der WM-Partie Brasilien-Kroatien inmitten des internationalen Fan-Trubels zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ein Spiel von kroatischen und brasilianischen Straßenfußballern an. Bei Temperaturen um die 30 Grad zog selbst Steinmeier - früher selbst aktiver Fußballer beim TUS 08 Brakelsiek - das Jackett aus: «Brasilianisches Wetter haben wir ja schon.»
Insgesamt gibt es an den zwölf WM-Städten in Deutschland 17 «Fan-Botschaften», die als Anlaufstellen für Fußballfans aus aller Welt gedacht sind. Die Beratung und Information übernehmen Freiwillige. Oft entsenden auch die «richtigen Botschaften» Mitarbeiter, um Hilfesuchende konsularisch zu betreuen.