Rafal Jurasinski ist schon seit Tagen in Deutschland - und hatte seitdem viel Spaß. «Nach dem Spiel Trinidad gegen Schweden haben wir mit Trinidad-Fans gefeiert», erzählt der 28- jährige Pole, der seit einem halben Jahr im englischen Bristol lebt und mit einem Freund zur WM gekommen ist. Am Ende hätten sie mit den anderen sogar die Trikots getauscht. Und so läuft der gelernte Basketball-Trainer am Tag vor dem Spiel Deutschland gegen Polen nicht mit einem polnischen Trikot durch Dortmund, sondern mit einem italienischen.
«Die Deutschen sind sehr nett», meint er. Alles sei gut organisiert und sauber. Positiv registriert Rafal, dass ihn noch niemand aus dem Park in der Nähe des Dortmunder Stadions vertrieben hat, obwohl er dort wild sein Zelt aufgeschlagen hat. Und auch mit den deutschen Fans gebe es überhaupt keine Probleme. «Alle sind sehr freundlich», sagt er.
Am Freitag hatte Rafal und sein Kumpel Karten für das Spiel Polen gegen Ecuador (0:2). «Es war nicht so gut für uns», sagt er traurig. Für Mittwoch gegen Deutschland haben sie noch keine Tickets, aber duchaus noch Hoffnung. Bis zu 150 Euro wollen sie für ein Ticket ausgeben. Und danach? «Wir bleiben solange, wie Polen im Turnier spielt.»