OK verteidigt Ticketing: «Erfolgsstory»
Berlin (dpa) - 13.06.2006, 14:12 Uhr
Eine Warteschlange steht am WM-Stadion in Frankfurt vor dem Eingangsbereich des Ticket Centers.
Für das deutsche Organisationskomitee (OK) ist das WM-Ticketing eine «Erfolgsstory» mit kleinen Schönheitsflecken. «Wir wollen uns mehr an den 99,99 Prozent verkaufter Karten erfreuen, als an den 0,01 Prozent freier Plätze die Kräfte vergeuden», sagte OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach in Berlin zu den sichtbaren Leerstellen auf den Stadionrängen bei den Spielen in Leipzig und Hannover. «Es sind absolute Ausnahmefälle. Deshalb lohnt es nicht, eine Detektei zu beauftragen», meinte Niersbach. «Das Ticketing ist eine absolute Erfolgsstory, weil es keine technischen Probleme gegeben hat und die Karten-Stichproben erfolgreich sind.» Ein Kontingent von leeren Plätzen werde es immer geben. «Vielleicht bleibt mal ein Bus oder Auto im Stau stecken und die Leute kommen nicht rechtzeitig zum Spiel», meinte Niersbach. In Leipzig waren bei der Begegnung Serbien-Montenegro - Niederlande ebenso wie in Hannover bei der Partie Italien - Ghana Lücken auf den Rängen zu sehen gewesen.
Pikant ist das Ticket-Thema, weil der Ansturm auf die von den Verbänden zurückgegebenen Billetts ungebrochen ist. Für das nicht zu den WM-«Knüllern» zählende Spiel Ukraine gegen Tunesien am 23. Juni in Berlin gingen zum Beispiel kurzfristig 3300 Karten in den Internet-Verkauf. «Die Tickets waren innerhalb von drei Stunden vergriffen», berichtete Niersbach. «Der Wunsch der Fans dabei zu sein, ist unverändert und Ausdruck der großartigen Stimmung der vergangenen Tage.» Verteidigt hat das OK noch einmal die aus Sicherheitsgründen personengebunden verkauften WM-Karten und die tatsächlich minimalen Namensabgleichungen an den Stadioneingängen. «Die personalisierten Tickets haben besonders in der Prävention eine Rolle gespielt, um Hooligans abzuschrecken», sagte Niersbach, «freuen wir uns doch, dass sicherheitstechnisch alles geklappt hat.» |