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Deutsche Elf hitzefest ins Spiel

Dortmund (dpa) - 13.06.2006, 12:06 Uhr

Jürgen Klinsmann (m) spricht beim Training mit Miroslav Klose (l) und Lukas Podolski.
Jürgen Klinsmann (m) spricht beim Training mit Miroslav Klose (l) und Lukas Podolski.

Trinken, trinken, trinken: Das Hoch «Volker» setzt den Fußballern bei der Weltmeisterschaft nicht nur auf dem Spielfeld gehörig zu, es beeinflusst auch die Vorbereitung.

Vor dem zweiten Einsatz der deutschen Elf gegen Polen achtet Mannschaftsarzt Tim Meyer noch akribischer als sonst auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme - und das lange vor dem Anpfiff. «Es geht richtig zur Sache beim Trinken, um gut aufgeladen auf den Platz zu laufen», sagte der Team-Internist.

Die Spieler könnten zwar keine Flüssigkeit im Körper speichern, «aber sie können ein Defizit vermeiden», betonte der Arzt. Das gilt auch für wichtige Mineralstoffe. «Trinken ist essenziell», erklärte Meyer. Jürgen Klinsmann berücksichtigt diese Vorgabe schon während der Trainingseinheiten. «Bei 30 Grad muss man eben mehr Pausen zum Trinken einlegen», berichtete der Bundestrainer.

Sogar die Essgewohnheiten der Spieler werden beeinflusst. Suppe steht als erster Gang auf dem Menü-Plan. «Es ist gut, wenn man die Suppe nicht stehen lässt. Das sind schließlich auch schon wieder einige hundert Milliliter», erläuterte Meyer.

Vor dem Spiel oder beim Training ist das Trinken für den Arzt allerdings leichter zu steuern als während der Partie. «Da muss es Unterbrechungen geben. Man darf die Flaschen ja nicht einfach aufs Spielfeld werfen», berichtete der Internist. Die Behandlung eines verletzten Akteurs kann zum Beispiel zum Trinken genutzt werden. Die Halbzeitpause sowieso. Aber selbst wenn viel und ausreichend getrunken werde, nehmen die Akteure laut Meyer während des Spiels durch den Flüssigkeitsverlust über drei Kilo ab.

Klinsmann hofft, dass das intensive Fitnesstraining in der Vorbereitung die deutschen Kicker hitzefest gemacht hat und sich die Konditionsbolzerei im Turnierverlauf auszahlen wird. «Wir haben viel gearbeitet und eine Grundlage aufgebaut», sagte der Bundestrainer. Er ist im übrigen froh über das Sommerwetter. «Wir haben uns doch immer über Kälte und Regen beklagt.»


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