Stuttgart (dpa) - 11.06.2006, 16:00 Uhr
Mariàn Pardo in der Stuttgarter Innenstadt.
Marián Pardo will ihrer Nationalmannschaft richtig einheizen. Die Mexikanerin brachte zur Fußball-Weltmeisterschaft zwei Tüten echte, feurige Chilischoten aus der Heimat mit nach Deutschland.
«Hier ist mir das alles zu mild», sagte die 26-Jährige und zeigt auf die Würstchen, die in einer Stuttgarter Grillbude verkauft werden. «Chilis wärmen mich auch - hier ist es ja immer so kalt.»
Weil ein Freund von ihr in Stuttgart studiert, ist die Architektin aus Puebla mit mehreren Mexikanern zur WM angereist. «Das passt doch super», sagt sie. Nach einem kurzen Stopp in Stuttgart wird Marián Pardo mit den anderen Schlachtenbummlern nach Nürnberg ziehen: Dort spielt Mexiko gegen den Iran. «Das geht ja noch», findet sie. Und für einen richtigen Fan gehöre es sich auch, das Team - zumindest während der Vorrunde - überall hin zu begleiten, am 16. Juni nach Hannover und am 21. Juni nach Gelsenkirchen.
Tickets haben weder sie noch ihre Freunde: «So viel Geld verdiene ich dann doch nicht. Aber die Stimmung wird trotzdem gigantisch.» Dass Mexiko Weltmeister wird, glaubt Pardo nicht. «Höchstens Platz Drei», schätzt sie fachmännisch. «Das wäre natürlich doof, weil ich dann bei unserem letzten Spiel gar nicht mehr in Deutschland bin.» Das Spiel um den dritten Platz wird am 8. Juli in Stuttgart ausgetragen. «Schade, denn hier habe ich doch einen Schlafplatz.»