Metzelder: Wir brauchen Teamgeist und Patriotismus
Berlin (dpa) - 11.06.2006, 15:46 Uhr
Christoph Metzelder hofft auf eine positive Stimmung im ganzen Land.
Berlin (dpa) - Der Schulterschluss der deutschen Fußballer beim Abspielen der Nationalhymne soll nach Wunsch von Christoph Metzelder schon gegen Polen auch von den Fans nachgeahmt werden. «Das war gut, um zu zeigen: Wir wollen ein großes Turnier spielen und spielen für Deutschland. Das war eine tolle Aktion. Ich hoffe, dass die Zuschauer dem folgen», sagte der Innenverteidiger von Borussia Dortmund vor der Partie in seinem Heimstadion am 14. Juni. Erstmals hatten nicht nur die elf Spieler auf dem Platz, sondern auch Trainer und Betreuer der deutschen WM-Auswahl sich beim Erklingen der Hymne gegenseitig die Arme auf die Schultern gelegt. Das sei eine spontane Entscheidung der älteren Spieler gewesen, berichtete Torsten Frings: «Wir wollten zeigen: Wir sind ein Team, eine Einheit, ein Land.»
Gerade weil die WM im eigenen Land stattfindet, sei ein entsprechender Auftritt notwendig, betonte Metzelder. «Wir möchten nach außen dokumentieren, dass wir für unser Land spielen und eine gewisse Stimmung erzeugen, die die Mannschaft vielleicht über den einen oder anderen Mangel an Qualität tragen kann.» Zwar dürfe man beim Patriotismus die Vergangenheit Deutschlands nicht vergessen, «aber das ist eine Entwicklung, die überfällig ist», sagte der Abwehrspieler: «Wenn wir das Turnier so erfolgreich wie möglich bestreiten wollen, brauchen wir eine gute Vorbereitung, einen guten Teamgeist, viel Glück und ein großes Maß an Patriotismus.»
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