Mit sieben Freunden ist Lawrence Aspinall schon zwei Tage vor dem Spiel seiner englischen Mannschaft in Frankfurt angekommen. Die ersten Biere haben die Jungs im Irish Pub gekippt, den die englischen Fans am Frankfurter Hauptbahnhof längst lautstark in Besitz genommen haben.
«Wir wollen trinken, singen und die Spiele sehen», sagt der 21 Jahre alte Student und fällt in den nächsten Freudenchor ein. Für zwei Wochen haben sich Lawrence und seine Kumpels zunächst frei genommen. Für die ersten drei Tage sind sie auf einem Zeltplatz eingemietet. «Alles voller Engländer», sagt er begeistert. Danach geht es weiter per Auto nach Nürnberg und Köln zu den weiteren Vorrundenspielen der «Three Lions», bevor sie dann wieder nach Hause reisen. Falls ihr Team ins Halbfinale kommt, wollen sie aber noch einmal nach Deutschland starten. «Es ist halt verdammt einfach, hierher zu kommen.»
Die Hoffnung auf Karten hat Lawrence Aspinall zu Hause in Manchester gelassen. «Wir wollen zu der öffentlichen Übertragung am Main gehen und einfach Spaß haben. Auf dem Schwarzmarkt wollen wir nicht zuschlagen. Die Polizei hat uns gewarnt, dass wir mit solchen Karten nicht reinkommen.»
Deutschland kennt der Fußballanhänger bereits von einem Urlaub im Schwarzwald. «Drei Wochen Skifahren, das war super. Und so schön billig.» Die Preise in der Frankfurter City findet er «noch in Ordnung», beim Supermarkt in der Nähe seines Campingplatzes ist aber alles viel billiger. «Da decken wir uns ein.»