Die internationalen Top-Spieler der WM: Didier Drogba
08.06.2006, 23:37 Uhr
Didier Drogba jubelt über einen Treffer für die Elfenbeinküste beim Afrika-Cup.
| Name: | Didier Drogba | | Land: | Elfenbeinküste | | Verein: | FC Chelsea (seit 2004) | | Vorherige Vereine: | Olympique Marseille (2003-2004), Guingamp (2001-2003) | | Position: | Angriff | | Geburtsdatum: | 11. März 1978 | | Geburtsort: | Abidjan | | Größe: | 1,88 m | | Gewicht: | 84 kg | | Familie: | verheiratet, drei Kinder | | Homepage: | www.didierdrogba.com |
Didier Drogba - sein Name weckt bei den Fußball-Fans aus aller Welt eine Fülle von Assoziationen: Debütierende Elefanten, gezähmte Löwen, ein Pferd, ein Tanz und sogar ein nach ihm benanntes Starkbier. Der allseits gefürchtete Mittelstürmer der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste und des FC Chelsea London will sich bei der WM in Deutschland in den Mittelpunkt spielen. Drogbas märchenhafter Aufstieg begann in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste. Seine Eltern förderten früh das Fußball-Talent des kleinen Diedier und schickten den Jungen erstmals mit fünf Jahren zu seinem Onkel nach Europa, denn die Fußballplätze in Drogbas Heimatland sind Vielerorts nicht besser als ein Acker. 1989 nahm ihn Michel Goba, sein Onkel, endgültig mit nach Frankreich. Dieser war mit der damaligen Abwehrposition seines Neffen allerdings gar nicht zufrieden: «Was machst du da hinten? Geh nach vorn! Im Fußball schauen die Leute nur auf die Stürmer.» Drogbas Weg zu einem Weltklasse-Torjäger war von dem Tag an vorgezeichnet. Im Sommer 2003 wechselte «das Pferd», wie ihn seine Kollegen wegen der kraftvollen und eleganten Bewegungen rufen, zum französischen Erstliga-Club Olympique Marseille und schoss sich mit 19 Toren zu Frankreichs Fußballer des Jahres. Bereits ein Jahr später lotste der FC Chelsea den 1,88-m-Mann für 37,5 Millionen Euro an die Themse. Seit dem beeindruckt der kopfballstarke Athlet auch in der beinharten Premier League die Fans. Den Vater dreier Kinder überrascht seine steile Karriere nicht: «Ich muss sagen, ich habe meinen Aufstieg voll im Griff. Ohne Übertreibung ? ich hatte immer Vertrauen in mein Können.»
Dieses Selbstbewusstsein machte sich auch Michel Henri zunutze. Der Nationaltrainer der Elfenbeinküste beförderte seinen Star zum Anführer der «Elefanten», wie die Ivorer ihr Team nennen. Sie gewannen die Qualifikationsgruppe der WM 2006 überraschend vor Ägypten und Kamerun, den «unbezähmbaren Löwen» ? das erste Ticket zu einer WM-Endrunde war gelöst. Drogba wurde zum Volksheld. Das vom Bürgerkrieg gebeutelte Land ließ während der Spiele der Nationalmannschaft sogar die Waffen ruhen. Später kam in den Discos der «Drogba» in Mode: Die Menschen tanzen dabei um einen imaginären Ball. Auch das stärkste Bier des Landes wurde auf seinen Namen getauft. Trotz des ganzen Trubels um seine Person ist der Stürmer bescheiden geblieben und blickt über den eigenen Tellerrand hinaus. Seiner Meinung nach könnte der Fußball helfen, die Probleme des westafrikanischen Landes zu lösen: «Das Team ist so, wie die Elfenbeinküste einmal war und sein sollte. Bei uns spielen die verschiedenen Volksgruppen zusammen, und wenn ein Tor fällt, fragt keiner nach der Stammeszugehörigkeit.» (Stand: Mai 2006)
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