Ballack wehrt sich: Fast schon Rufschädigung
München (dpa) - 08.06.2006, 14:33 Uhr
Michael Ballack - hier bei der Ankunft in München - verteidigt sein Verhalten.
Michael Ballack hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe durch nachlässiges Verhalten eine rechtzeitige Behandlung seiner Wadenverletzung versäumt und damit seinen Ausfall im WM-Eröffnungsspiel gegen Costa Rica selbst mit verschuldet. «Ich wehre mich gegen alle Unterstellungen, unprofessionell gehandelt zu haben. Solche Behauptungen sind eine absolute Frechheit», sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in München. Er habe erst am Sonntagabend leichte Muskelprobleme verspürt, betonte der 29-jährige Mittelfeldspieler. «Daraufhin habe ich mich am Montag unmittelbar nach der Ankunft in unserem Berliner WM-Quartier bei der medizinischen Abteilung des DFB in Behandlung gegeben.» Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte angedeutet, Ballack habe die Verletzung zunächst «unterschätzt».
Entgegen allen Spekulationen und Aussagen sei er nach dem Länderspiel gegen Kolumbien beschwerdefrei nach Hause gefahren, betonte Ballack. «Es ist fast schon eine Rufschädigung, wie über mich gesprochen und was über mich verbreitet wird», ließ Ballack nach Ankunft des Teams über den Verband verbreiten. Der Kapitän betonte darin: «Ich tue seit Sonntag alles, um schnellstmöglich fit zu werden. Die WM ist das größte Ereignis meiner bisherigen Karriere. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir auch weiterhin daran arbeiten, dass ich so schnell wie möglich wieder spielen kann.»
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