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WM-Auftakt vor 1,5 Milliarden für Réthy und Reif

Hannover (dpa) - 08.06.2006, 12:07 Uhr

1,5 Milliarden Menschen freuen sich auf die Weltmeisterschaft in Deutschland.
1,5 Milliarden Menschen freuen sich auf die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Rund 1,5 Milliarden Fernseh-Zuschauer weltweit werden nach Schätzungen das WM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Costa Rica an diesem Freitag sehen.

«Fußballfans in 200 Ländern können die Live-Übertragung aus München verfolgen», berichtete ZDF- Sportchef Dieter Gruschwitz einen Tag vor dem Anpfiff zum aufwendigsten Ereignis in der TV-Geschichte. Im Gastgeberland übertragen das ZDF und der Pay TV-Sender Premiere die Begegnung live.

Mit einer Prognose über die Einschaltquote für seinen Sender hielt sich Gruschwitz zurück. TV-Experten rechnen mit 15 bis 20 Millionen Zuschauern, die sich das Auftaktspiel des Klinsmann-Teams allein, mit Freunden oder im Familienkreis in den eigenen vier Wänden anschauen. Mehrere Hunderttausende Fans wollen den WM-Start beim so genannten Public Viewing als Gemeinschaftserlebnis vor riesigen Leinwänden unter freiem Himmel feiern. Diese «TV-Zuschauer» werden bei der Quoten-Ermittlung nicht erfasst.

Am Mikrofon sitzen zum Auftakt Béla Réthy (ZDF) und Marcel Reif (Premiere). Beide gelten als die «Nummer eins» in ihren Sendern, kennen sich gut und haben vor vier Jahren auch das WM-Finale Brasilien - Deutschland (2:0) im japanischen Yokohama kommentiert. «Wir haben bereits miteinander telefoniert und uns ausgetauscht. Es gibt im Fußball keine Staatsgeheimnisse mehr», sagte Réthy.

Der gebürtige Wiener, der bis zu seinem elften Lebensjahr in Brasilien lebte, freut sich auf seine sechste WM. «Seit sechs Jahren ist der Termin bekannt. Jetzt geht es endlich mit den Spielen und dem Kern der Großveranstaltung los», sagte Réthy. Besondere Probleme mit der Aussprache der Costa Rica-Spieler sieht «Réthinho», wie er von den Kollegen genannt wird, nicht: «Bei den romanischen Sprechen kenne ich mich ganz gut aus.»


Nach dem ZDF, das auch das zweite Freitag-Spiel Polen - Ecuador aus Gelsenkirchen zeigt, übernehmen am ersten WM- Wochenende die beiden anderen Free-TV-Sender ARD und RTL die Live- Berichterstattung. Das Erste überträgt am Samstag die Spiele England - Paraguay, Trinidad & Tobago und Argentinen - Elfenbeinküste. WM- Neuling RTL ist am Sonntag mit den Partien Serbien-Montenegro - Niederlande, Mexiko - Iran und Angola - Portugal am Ball.

Bis zum WM-Ende am 9. Juli erwartet der Rechteinhaber Infront eine Gesamtzahl von 32,5 Milliarden Menschen, die sich die 64 Spiele vor dem Bildschirm anschauen. Die Schweizer Agentur hat als Partner des Weltverbandes FIFA die Übertragungsrechte an mehr als 500 Lizenznehmer verkauft. Darunter befinden sich 240 Fernsehsender, 220 Radio-Stationen und mehr als 50 Internet- und Handy-Anbieter.

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