«Schwarze Antilopen» jagen die «Kanarienvögel»
Frankfurt/Main (dpa) - 07.06.2006, 15:22 Uhr
Ein Kanarienvogel - der Namensgeber der brasilianischen Mannschaft.
Die «Himmelblauen» gegen die «Elefanten», die «schwarzen Antilopen» gegen die «Brasilianer Europas» und die «Soca Warriors» gegen die «Tre Kronor»: Bereits das erste WM- Wochenende hält für die Fußball-Fans ein buntes und tierisches Programm bereit. Zumindest was die Spitznamen der Teilnehmer angeht, dürfen sich die Zuschauer auf ein unterhaltsames Turnier freuen. Anfang nächster Woche beginnen auch noch die «Sperber» aus Togo und die «Grünen Falken» aus Saudi-Arabien ihre Jagd auf die «Kanarienvögel», wie Weltmeister Brasilien auch genannt wird. Vor allem bei den Vertretern vom afrikanischen Kontinent sind Tiernamen zur Bezeichnung der Nationalmannschaft sehr beliebt. Neben Angolas «schwarzen Antilopen», den «Elefanten» der Elfenbeinküste und den «Sperbern» aus Togo mischen bei der WM in Deutschland noch die «Adler von Karthago» aus Tunesien mit. Lediglich die Mannschaft Ghanas steht mit ihrem Spitznamen «Black Stars» etwas abseits.
Welche afrikanische Tierart dieses Mal für Furore sorgen wird, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit waren es besonders die «Unzähmbaren Löwen» aus Kamerun und Nigerias «Super Adler», die die Zuschauer mit ihren Kabinettstückchen verzückten. Beide Mannschaften konnten sich dieses Mal jedoch nicht für die WM qualifizieren. In den übrigen Ländern dominieren Farbbezeichnungen für die Nationalmannschaften. Zur Modefarbe der WM könnte dabei Blau werden. Gleich in fünf Ländern rufen die Fans ihre Lieblinge «die Blauen». Dass der künftige Weltmeister am 9. Juli in Berlin in einem blauen Trikot daher kommt, ist nicht unwahrscheinlich. Schließlich tragen mit Argentinien, Italien und Frankreich gleich drei Favoriten auf den Titel blaue Kleidung. Hinzu kommen Japan und Serbien-Montenegro. |