Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Frankfurter Römerberg haben am Pfingstmontag die Kirchen die Fußball-WM begrüßt. «Jetzt geht's los» lautete das Motto der Messe vier Tage vor dem offiziellen Beginn des Turniers.
In seiner Predigt vor rund 1500 Menschen rief der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Peter Steinacker, zu Fairness auf und warnte vor einer Kommerzialisierung der Weltmeisterschaft.
«Immer wieder staune ich über die Kraft zum Frieden, die vom Fußball ausgehen kann», sagte Steinacker. «Er kann unsere natürliche Aggressionsbereitschaft dämpfen, wenn an ihm deutlich wird, dass Regeln die zerstörerische Macht der Aggression zivilisieren.» Aber es drohe auch Gefahr, dass sich das Fest ins Gegenteil verkehre. Dies würde dann übelsten Nationalismus, bösartige Fouls oder das eiskalte Geschäft bedeuten. «Lasst uns alle mithelfen, dass dieses Fest nicht entwertet wird», sagte der Kirchenpräsident.