Turniersieg: Brasiliens bester Freistoßspezialist Juninho hat schon vor dem Anpfiff zur WM seinen ersten Turniersieg eingefahren. Der Mittelfeldspieler von Frankreichs Meister Olympique Lyon gewann das mannschaftsinterne Tischtennisturnier beim Fußball-Weltmeister. Im Finale besiegte er Torwart Dida vom AC Mailand mit 16:21, 22:8 und 21:18. Die offenbar auch in kleine Zelluloidbälle verliebten Südamerikaner hatten ihr Tischtennisturnier im schweizerischen Trainingslager in Weggis durchgezogen. Ins deutsche Königstein wurde der noch nicht entschiedene Playstation-Wettbewerb «mitgenommen». Sparringspartner: Titelanwärter Argentinien hat Sparringspartner aus der Heimat mit nach Deutschland gebracht. Damit Nationaltrainer José Pekerman seine 23 auserwählten Nationalspieler auch im Training auf Herz und Nieren prüfen kann, sind auch «Jung-Gauchos» der argentinischen U-20-Auswahl im Trainingslager Herzogenaurach mit dabei. Die Junioren hatten im vergangenen Jahr den Titel bei der Jahrgangs-WM geholt - angeführt von Lionel Messi. Der kleine Stürmer vom FC Barcelona gehört mit 18 Jahren schon zu den Hoffnungsträgern bei den Senioren. «Gefühlssache»: Jiri Dvorak, Chefmediziner beim Weltfußballverband FIFA, will den Kampf gegen Doping nicht nur vom Schreibtisch aus führen. Schon vor Beginn des WM-Turniers ist er in Deutschland unterwegs, um Spieler persönlich zu Doping-Tests zu bitten. «Ich habe bisher vier Teams kontrolliert», sagte der tschechische Mediziner und fügte hinzu: «Ich mache es, weil ich den Fußball selbst fühlen möchte.» Ballkünstler: Brasiliens Superstar Ronaldinho hat zum ersten Mal das Können deutscher Ballkünstler bestaunt. Immerhin einige Augenblicke schaute der Südamerikaner am Frankfurter Flughafen interessiert zu, als die Ballartisten René Mathussek (16) aus Stuttgart und Nejad Brajic (31) aus Duisburg vor den Augen der brasilianischen Mannschaft wie wild mit dem Ball jonglierten. Mathussek gelang mehrfach das Kunststück, sein T-Shirt auszuziehen, während der Ball an seinem Nacken «klebte». Natürlich sei es etwas anderes, solche Tricks im Spiel zu zeigen, meinte Mathussek bescheiden. Dolmetscher: Japans brasilianischer Nationaltrainer Zico bringt bei seinen Pressekonferenzen Dolmetscher gehörig auf Trab. Nach dem Testspiel seiner Elf gegen Malta (1:0) in Düsseldorf wurden alle Kommentare des Trainers aus dem Brasilianischen ins Japanische und Englische und wieder zurück übersetzt. Der in seiner Heimat als «weißer Pelé» verehrte Ex-Nationalspieler ist auch nach 15 Jahren in Japan der Landessprache nicht mächtig. Das freundliche Angebot einer Dolmetscherin, alle Äußerungen auch noch ins Deutsche zu übersetzen, wurde dankend abgelehnt. Ecuador-TV: Ecuadors Nationalelf, zweiter Gruppengegner der deutschen WM-Gastgeber, hat sich die Heimat auf ihre Fernsehschirme im fränkischen Trainingsquartier Kurstadt geholt. Bis auf die Kälte sei alles prima, erklärten die Südamerikaner nach dem Einzug. Man vermisse aber den nationalen TV-Sender. Die Gastgeber machten alle Radiogeschäfte der Umgebung mobil und konnten mit einiger Geduld Erfolg vermelden: Seit Pfingsten können die Ecuadorianer auf dem Fernsehschirm auch ihren gewohnten heimatlichen Sender gucken.
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