Die deutsche Nationalelf hat vier Tage vor Beginn der Fußball-WM im Schlosshotel im Berliner Grunewald ihr Hauptquartier bezogen. Das herrschaftliche Palais im Berliner Villenviertel hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wegen seiner diskreten Atmosphäre gewählt.
Für die gesamte Zeit der Spiele sind alle 54 Zimmer, inklusive der zwölf Suiten, exklusiv gebucht. Über die Zimmerverteilung wurde Stillschweigen vereinbart. Das gesamte Areal rund um das Nobel-Hotel ist für die Öffentlichkeit während der WM völlig abgeschirmt. Der Hotel-Standort bietet gleichzeitig idyllisch ruhige Lage und bei Bedarf Nähe zum Zentrum im Westteil von Berlin.
1912 ließ sich der kaiserliche Anwalt Graf Walter von Pannwitz das Palais im Stil der prachtvollen französischen Schlösser bauen. In den 90er Jahren wurde das Haus nach den Plänen von Modedesigner Karl Lagerfeld umgebaut.
Vor allem die Filmbranche zog es immer wieder in die mit italienischen Malereien und wertvollem Stuck verzierten Räume. Zuletzt wohnten hier prominente Gäste wie Roger Moore, Woody Allen oder Jacques Delors. Das unter Denkmalschutz stehende Haus gehört mit seinen 84 Mitarbeitern heute zur Dorint-Hotelgruppe.