Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die zunehmende Kommerzialisierung der Fußball-WM als «übertrieben» kritisiert. «Das muss wieder auf ein Maß zurückgeführt werden, das die Menschen in Deutschland und in der ganzen Welt verstehen können».
Dies erklärte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview mit dem «Deutschlandfunk». Die Entwicklung stimme ihn überhaupt nicht froh. «Wir brauchen ein Stück Vermarktung, keine Frage. Wir brauchen das Fernsehen, es macht uns natürlich stark», sagte er, «aber wir müssen nicht alles vermarkten, was vermarktungsfähig ist.» Vielmehr müsse man bei jedem Teil, das man verkaufen wolle, überlegen, ob das gut ist für unsere Fans, ob das gut ist für die Menschen, und ob man es ihnen auch vermitteln könne. «Wenn die Akzeptanz weg geht, dann kannst du noch so viel Gutes tun, dann bist du irgendwann mit deinem Schiff auf Grund gelaufen», sagte Zwanziger.