Der englische Schriftsteller Nick Hornby hofft, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht Weltmeister wird. Ihm sei alles recht, «nur nicht, dass ausgerechnet Deutschland den Titel holt», sagte der Autor des Kultbuches «Fever Pitch».
Allerdings würde das DFB-Elf meistens «trotz mieser Leistungen» doch gewinnen, «weil spätestens nach 50 Minuten die Gegner komplett das Interesse an euch verloren haben. Ihr Deutschen spielt einen derart langweiligen Fußball, dass einem beim Zusehen die Beine einschlafen», sagte Hornby der «Heilbronner Stimme».
Dem englischen Team traut Hornby jedoch nicht viel zu. «Wir sind im internationalen Vergleich schlicht nicht gut genug», sagte er der Zeitung weiter. «Es reicht, um die Gruppenspiele zu dominieren - und dann im Viertelfinale auszuscheiden. Wir Engländer sind Viertelfinalisten.»
Weltmeisterschaften interessieren den 49-Jährigen aber «generell eher wenig». Denn der Vereinsfußball sei heute besser als Spiele auf Länderebene, erklärte der Fan des englischen Champions-League- Finalisten Arsenal London. Früher sei das Nationalteam eines Landes «eine Art Fußball-Supergroup» gewesen. «Das hat sich durch die Internationalisierung der Clubs verändert.» Zudem gebe es nur noch «einige wenige Super-Nationen. Wenn Barcelona oder Chelsea keinen deutschen Spieler beschäftigen, weiß man, warum: weil ihr momentan zu schlecht seid.»