Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) bedauerte die regional unterschiedlichen Regelungen, die den Wettbewerb zu verzerren drohten. «Das ganze Land ist doch Gastgeber der WM», sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr der dpa in Berlin. Offene Ladentüren allein brächten aber noch keinen Schub für das Geschäft. Die Saturn- und Media Markt-Elektromärkte haben zur WM je nach Lage geöffnet. «Dies entscheidet jeder Markt für sich selbst», sagte ein Sprecher. Viele Geschäfte der Metro-Töchter würden werktags bis 22 Uhr einladen. Die Kaufhof Warenhaus AG, die an elf der zwölf Spielorte vertreten ist, schöpft ebenfalls die Möglichkeiten zur WM weit aus. In vielen Häusern bleiben die Türen von Montag bis Samstag bis 22 Uhr offen und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr. Auch Karstadt-Häuser werden nach eigenen Angaben zu langen Einkaufsnächten einladen. Länger als üblich werden die Händler in Stuttgart, Leipzig, Berlin, Dortmund und Gelsenkirchen für ihre Kunden da sein - meist bis 22 Uhr. In Kaiserslautern haben die Läden sogar bis Mitternacht auf. In Berlin sind während der WM Sonderbestimmungen in Kraft - werktags von 6 bis 24 Uhr, sonntags von 14 bis 20 Uhr. Auch die thüringische Landesregierung hat längere Öffnungszeiten zugelassen - insgesamt 18 Stunden täglich von Montag bis Samstag. In Brandenburg und Niedersachsen bleibt der Ladenschluss den Kommunen überlassen. Für die Geschäfte in Hannover wird es nach keine Sonderregelung geben. Dirk Aigner von der City-Gemeinschaft sagte: «Wir haben schon während der Expo festgestellt, dass sich längere Geschäftszeiten keineswegs lohnen.» In Bremen werden die Geschäfte nur dann länger öffnen, wenn Kommunen im niedersächsischen Umland einen Schritt in diese Richtung machen. Das Saarland verzichtet ganz auf gesonderte Schlusszeiten. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz sind gesonderte Ladenöffnungen nur mit einer Genehmigung möglich.
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