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Einzelkritik zum Spiel Deutschland - Kolumbien

02.06.2006, 21:04 Uhr

Michael Ballack (l) und Bastian Schweinsteiger feiern den Sieg über Kolumbien.
Michael Ballack (l) und Bastian Schweinsteiger feiern den Sieg über Kolumbien.

Lehmann: Der WM-Torwart bekam sein «zu Null». Kaum beschäftigt. Sein großes Risiko bleiben die Libero-Aktionen außerhalb des Strafraums.

Friedrich: Der Wackelkandidat kämpfte sich zurück ins Team. Hinten aufmerksam, harmonierte rechts mit Schneider. Wirkt wieder frischer.

Mertesacker: Kaum gefordert, aber die Abstimmung mit Metzelder wird besser. Die Stunde der Wahrheit schlägt für den «Langen» bei der WM.

Metzelder: Jede Minute Spielpraxis tut ihm gut. Hatte mit Kolumbiens Angreifern keine Probleme. Bei der WM warten aber stärkere Kaliber.

Lahm: Starkes Blitz-Comeback 16 Tage nach Ellbogen-Operation: Mutige Vorstöße, abgeklärt in der Defensive. Eine Bank links in der Kette.


Schneider: Der Routinier gehört ins rechte Mittelfeld und nicht in die Abwehr. Sehr agil, spektakuläre Volleyschüsse (22./28.).

Frings: Noch nicht in WM-Form. Zu hektisch und mit gefährlichen Ballverlusten. Muss sich an Ballacks Seite als Abräumer steigern.

Ballack: Der Kapitän gehört einfach ins Zentrum. Ließ den starken Worten im Vorfeld eine Top-Leistung folgen. Sehr präsent, öffnete mit langen Pässen das Spiel. Untermauerte seine Torgefahr mit dem 1:0.

Schweinsteiger: Der Gewinner der Vorbereitung. Die Bayern-Blockade ist weg. Spielstark und selbstbewusst, wie beim Traum-Freistoßtor.

Klose: Ein ständiger Unruheherd. Entzog sich der Bewachung, immer anspielbar. Nur im Abschluss haperte es: Ließ zwei Großchancen aus.

Podolski: Am künftigen Bayern-Stürmer lief das Spiel oft vorbei. Sporadische Lichtblicke, eine versiebte Chance (44.). Kann mehr.

Neuville: Der Lokalmatador kam für Klose: Frenetisch angefeuert bei jeder Aktion - das Joker-Tor gelang dem Gladbacher diesmal nicht.

Borowski: Der Bremer kam für Schneider (62.) - und erzielte gleich ein blitzsauberes Tor. Trotzdem zur WM-Eröffnung wohl nur 12. Mann.

Kehl: Löste Frings ab. Rettete hinten das zu Null (80.). Muss bei der WM hoffen, dass wie 2002 in Asien irgendwann seine Stunde kommt.

Jansen: Auch der zweite Gladbacher durfte vor «seinen» Fans noch mitmachen: Durfte im Mittelfeld seine Offensiv-Qualitäten zeigen.

Asamoah: Der Schalker geht nur als Ergänzungskraft in die WM. Dem Angriffs-«Wühler» fehlt die Spritzigkeit. Nur vierter Mann im Sturm.

Hitzlsperger: Auch der Trainings-Weltmeister wurde noch mit einem Kurzeinsatz belohnt.

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