Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), hält an den hohen Erwartungen an die Fußball-WM fest. Auch wenn die FIFA im April ein Viertel ihres Kontingents an Hotelbetten zurückgegeben hätte, rechne er mit einer guten Auslastung, sagte Hinsken in Berlin.
«Ich glaube nicht, dass die Hoteliers auf ihren Betten sitzen bleiben», sagte Hinsken. Er glaube, dass insbesondere in der Endphase viel gebucht werde. Die Deutsche Zentrale für Tourismus erwarte rund fünf Millionen zusätzliche Übernachtungen aus dem In- und Ausland während der WM.
Zu der Frage, ob Ausländern empfohlen werden soll, bestimmte Orte zum Beispiel in Ostdeutschland zu meiden, sagte Hinsken: «Hier werden ganze Landstriche diskriminiert.» Er würde nicht dazu raten, bestimmte Städte nicht zu besuchen. Ausländerfeindlichkeit gebe es in jedem Land. «Man kann sie zum Beispiel durch Aufklärung minieren, ganz beseitigen aber nicht», sagte Hinsken.
Das Sicherheitskonzept mit 200 000 Polizisten und fast 7000 Soldaten stehe, sagte Hinsken: «Wir sind bestens vorbereitet, aber Zwischenfälle sind niemals auszuschließen.»