Die internationalen Top-Spieler der WM: Robinho
01.06.2006, 12:03 Uhr
Brasiliens Jungstar Robinho jongliert mit dem Ball.
| Name: | Robinho (Robson de Souza)
| | Land: | Brasilien | | Verein: | Real Madrid (seit 2005) | | Vorherige Vereine: | FC Santos (2002-2005) | | Position: | Angriff | | Geburtsdatum: | 25. Januar 1984 | | Geburtsort: | Sao Vicente | | Größe: | 1,72 m | | Gewicht: | 60 kg | | Familie: | ledig | | Homepage: | www.robinhoweb.com |
Eben noch hatte der damals 15-jährige Robinho beim FC Santos eine Trainingseinheit absolviert, als ein berühmter Mann auf den verdutzten Jungen zukam, ihm auf die Schulter klopfte und sagte: «Wenn ich dich am Ball sehe, könnte ich vor Verzückung heulen!» Seit diesem Tag im Jahre 1999 sollte die Karriere des jungen Brasilianers rasant bergauf gehen, denn kein Geringerer als Pelé hatte diese Worte gesprochen. Fortan kümmerte sich der Jahrhundertfußballer um das Talent. Schnell wuchs der schmächtige Angreifer zum Anführer seiner Mannschaft heran und ließ seinen Stern am 15. Dezember 2002 aufgehen, dem Tag des Finales um die brasilianische Meisterschaft gegen die Corinthians Sao Paulo. Nach acht Übersteigern im gegnerischen Strafraum griff Robinhos Manndecker zur Notbremse. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst. Danach sicherte er den 3:2-Sieg mit zwei Vorlagen. Spätestens jetzt wurden in Europa die großen Vereine auf den Burschen aufmerksam. Aber der Wechsel über den Atlantik kam erst 2005, als Real Madrid 25 Millionen Euro für das Heimat verbundene Dribbel-Talent zahlte. Als Ausdruck der großen Hoffnungen, die die Königlichen in den spektakulären Neuzugang setzten, statteten sie ihn gleich mit der Trikotnummer 10 aus. Seitdem versucht der «Principe» neben den vielen Legenden zu bestehen. Doch von Druck keine Spur: «Ich bin ein Glückspilz: Mit Ronaldo, Zidane und Beckham zu spielen und dafür auch noch bezahlt zu werden.»
In der brasilianischen Nationalmannschaft spüren die gesetzten Mittelstürmer Ronaldo und Adriano seinen Atem im Nacken. Anders als die bullige Entschlossenheit seiner Vordermänner, sind allerdings Schnelligkeit, Spielintelligenz und sagenhafte Ballbehandlung die Stärken des 22-Jährigen. Zudem beruht die Spielphilosophie eines Robinho in erster Linie auf Spaß, erst danach auf Toren. Schließlich gibt der filigrane Techniker selbst zu: «Es gibt nicht schöneres als ein vollendet ausgeführtes Dribbling.» Wie das aussehen kann, konnten die Deutschen schon beim Confederations Cup 2005 bewundern, als der Samba-Fan für die «Selecao» kunstvoll mit dem Ball über den Rasen tanzte. Doch auch die negativen Seiten des Ruhmes musste Robinho trotz seiner jungen Jahre bereits erfahren. 2004 entführten Kidnapper seine geliebte Mutter Maria in Brasilien und ließen sie erst nach 41 Tagen gegen ein sechstelliges Lösegeld frei. (Stand: Mai 2006)
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