Auf sein 46. Länderspiel musste er fast zwei Jahren warten, doch sein Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft würde Jens Nowotny am liebsten ganz schnell vergessen. Beim 2:2 gegen Japan war der 32 Jahre alte Abwehrspieler an beiden Gegentreffern beteiligt, vor allem beim ersten patzte er.
«Es ist optimal gelaufen. Ein Comeback ausgerechnet in Leverkusen, man kommt rein und es gibt sofort ein Gegentor», meinte der langjährige Profi von Bayer Leverkusen nach dem Spiel mit ironischem Unterton.
Beim EM-K.o. 2004 in Portugal war der Leverkusener gegen Tschechien zum letzten Mal für Deutschland eingesetzt worden. Unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann kam er nach dem vierten Kreuzbandriss zum ersten Mal zum Einsatz. «Seine Einwechslung war geplant, ursprünglich in der Halbzeitpause. Aber dann haben wir die Beobachung gemacht, dass Per Mertesacker und Christoph Metzelder immer besser harmoniert haben. Das wollten wir noch einmal 15, 20 Minuten so laufen lassen», sagte Klinsmann über Nowotny.
Bei Klinsmann genießt der 32-Jährige allein schon wegen seiner «ungeheuren Erfahrung» große Wertschätzung, doch für einen Stammplatz konnte er sich nicht empfehlen. Beim 0:1 hob er das Abseits auf, beim 0:2 ließ er sich ebenso wie Michael Ballack von Naohiro Takahara überrumpeln. Der Kapitän nahm den Rückkehrer jedoch in Schutz: «Jens Nowotny hat sich vielleicht auch auf mich verlassen, dass ich den Zweikampf gewinne. Da kann man ihm keinen Vorwurf machen.»