adidas will Umsatz in Milliardenhöhe stabilisieren
Herzogenaurach (dpa) - 31.05.2006, 10:47 Uhr
Adidas-Präsident Erich Stamminger zeigt sich gut gelaunt.
Der Sportartikelhersteller adidas rechnet auch im Jahr nach der Fußball-Weltmeisterschaft mit einem Milliardenumsatz im Fußballgeschäft. «Wir wollen unseren Fußballumsatz 2007 auf dem Niveau von 2006 stabilisieren», sagte adidas-Markenvorstand Erich Stamminger in einem dpa-Gespräch in Herzogenaurach. Man peile erneut Erlöse von «deutlich über einer Milliarde Euro» an. Dank der Fußball-WM wird Europas größter Sportartikelkonzern in diesem Jahr einen Rekordumsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro mit Fußballprodukten erreichen. Das ist ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum WM-Jahr 2002 wird der Fußball-Umsatz nach Stammingers Angaben sogar um mehr als 50 Prozent steigen. Dazu trügen Rekordzahlen in allen Kategorien wie Fußballschuhe, Trikots, Fan- Bekleidung und Bälle bei. Adidas ist Partner, Lizenznehmer und Ausrüster des Fußball-Weltverbands FIFA.
Stamminger räumte ein, dass es eine Herausforderung sein werde, den Fußballumsatz auch in einem Jahr ohne sportliches Großereignis zu halten. Bereits jetzt seien die Marktanteile von adidas relativ hoch. Man liege in Deutschland, Europa, den USA und Japan jeweils klar an der Spitze. «Wir werden auch weiterhin in den Fußball investieren», unterstrich der adidas-Markenchef. Bereits jetzt liefen die Vorbereitungen auf die Europameisterschaft 2008 und die Weltmeisterschaft 2010. Der WM-Spielball 2006 «Teamgeist» wurde bereits mehr als 15 Millionen Mal verkauft. Die Vergleichszahl des Vorgängermodells «Fevernova» aus dem WM-Jahr 2002 bezifferte Stamminger auf sechs Millionen. Die Trikots der von adidas ausgerüsteten Teams werde man mehr als zwei Millionen mal verkaufen. 2002 waren es 1,3 Millionen. Vom Trikot des deutschen Teams gingen bereits mehr als eine Million Exemplare in den Handel (2002: 250 000). Auch außerhalb des Fußball-Geschäfts sieht Stamminger weiteres Potenzial für die Marke adidas. «Wir wachsen in allen Regionen und Märkten», sagte er. In den wichtigen Kategorien Basketball und Running habe man bereits eine starke Position. «Wir sind aber noch nicht die Nummer eins.» Große Hoffnungen setzt Stamminger auf den Ausrüstervertrag mit der US-amerikanischen Basketball-Liga NBA ab der Spielzeit 2006/07. «Im Basketball greifen wir an», sagte er. Überproportional stark wachse auch das Geschäft mit Produkten für Frauen. «Hier gibt es größeres Potenzial als bei den Herren.»
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