dpa: Was sagen Sie zur Leistung von Jens Lehmann? Klinsmann: «Jens hat eine hervorragende Partie gespielt. Er hat dazu beigetragen, dass wir mit einem Unentschieden davongekommen sind.» dpa: Ist Bernd Schneider tatsächlich eine WM-Variante als rechter Außenverteidiger? Klinsmann: «Sonst hätte er nicht gespielt. Wir müssen Varianten in der Schublade haben, und dazu gehört die Möglichkeit, Bernd Schneider rechter Verteidiger spielen zu lassen und so eine Mittelfeldposition offen zu haben, die mit Tim Borowski besetzt war. Ähnliches könnte mal sein mit Torsten Frings, obwohl wir volles Vertrauen in Arne Friedrich haben. Ich habe Arne gesagt, es ist gut, dass du mal durchschnaufen kannst. Wir Trainer lassen uns da die Möglichkeit auf - logisch.» dpa: Es sind nur noch zehn Tage bis zur WM, und Japan hat das Spiel phasenweise dominiert. Die deutsche Elf wirkte physisch erst bei 70 Prozent, woran liegt das? Klinsmann: «Wir sind noch mitten in der Vorbereitung und haben jetzt eine sehr intensive Woche mit drei Länderspielen. Es ist ganz normal, dass die Mannschaft noch nicht da ist, wo sie in zehn Tagen sein soll. Dann hätten wir vom Timing etwas falsch gemacht. Die ganze Arbeit wird sich erst nächste Woche in den Körpern der Spieler umsetzen. Körperlich kann sie jetzt nicht auf bestem Niveau sein.» dpa: Fürchten Sie, dass die Zeit knapp werden könnte, um aus den Fehlern zu lernen? Klinsmann: «Nein. Ich denke nicht, dass die Zeit knapp wird, Fehler zu minimieren. Wir arbeiten daran, Dinge zu verfeinern, um die Mannschaftsteile noch besser zusammenspielen zu lassen. Fehler werden wir nie ganz vermeiden können, davon lebt auch der Fußball. Aber wir werden daran feilen, dass es weniger werden. Am 9. Juni werden wir sehen, wo wir stehen.» dpa: Wie beurteilen Sie das Länderspiel-Comeback von Jens Nowotny? Klinsmann: «Jens spielt in unseren Überlegungen eine sehr wichtige Rolle. Er bringt eine ungeheure Erfahrung in die Truppe, kann das Spiel sehr gut lesen. Seine Einwechslung war geplant, ursprünglich in der Halbzeitpause. Aber dann haben wir die Beobachtung gemacht, dass Per Mertesacker und Christoph Metzelder immer besser harmoniert haben. Das wollten wir noch einmal 15, 20 Minuten so laufen lassen. Dass Jens dann doch ein paar Minuten früher reinkam, lag daran, dass 'Metze' einen Schlag abbekam und wir kein Risiko eingehen wollten.»
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