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Einzelkritik zum Spiel Deutschland - Japan

30.05.2006, 22:40 Uhr

Jens Lehmann muss nach dem Treffer zum 2:0 für Japan den Ball aus dem Netz holen.
Jens Lehmann muss nach dem Treffer zum 2:0 für Japan den Ball aus dem Netz holen.

Lehmann: Der beste deutsche Spieler. Vereiteltete gleich mehrmals weitere japanische Tore und bügelte damit Abwehrfehler aus.

Schneider: Seine Lieblings-Position wird rechter Verteidiger nicht mehr: Aber er steigerte sich - seine Stärken liegen klar offensiv.

Mertesacker: Vor allem bei schnellem Direktspiel der Japaner wackelte er bedenklich. Gedanklich oft zu langsam - und so zu spät am Ball.

Metzelder: Klinsmann will den Dortmundern mit Spielen fit bekommen. Solide Partie, Abstimmung mit Mertesacker muss noch besser werden.

Jansen: Nach hinten wenig gefordert, nach vorn fehlte dem Gladbacher die Präzision. In zwei Aktionen wurde der 20-Jährige überlaufen.


Frings: Erneut als Abräumer zweikampfstark. Leistete sich allerdings katastrophalen Fehler im Aufbau (13.), der bei der WM bestraft wird.

Borowski: Blieb neben Ballack im Team, jedoch auch ohne größere Wirkung. Wenige gute Pässe - und wenige Ausstrahlung als Organisator.

Ballack: Auf halbrechter Position war der Kapitän immer um Präsenz bemüht. Die Fehlerquote aber lag zu hoch. Pech bei Kopfball (63.)

Schweinsteiger: Lange Anlaufzeit, aber nach der Freistoß-Vorlage zum 1:2 rettete er mit seinem sechsten Länderspieltor noch das Remis.

Klose: Nach Heimat-Blitzreise strahlte er lange kaum Gefahr aus. Doch der Bremer steckte nicht auf: Traf zu seinem 24. Länderspiel-Tor.

Podolski: Der Kölner rannte - und rannte sich fest. Nur ein einziges Mal (45.) gefährlich. Fand dieses Mal kein Bindung - in der 70. raus.

Nowotny: Unglücklicher hätte sein Comeback nach zwei Jahren nicht laufen können - er war an beiden Gegentoren beteiligt. Kein Gewinn.

Odonkor: Zeigte bei seinem Debüt, warum ihn Klinsmann mitgenommen hat. Schnell, engagiert nach Einwechslung - eine taktische Variante.

Neuville: Nach seiner Einwechslung wirkte der Joker zielstrebiger als Podolski - und hätte fest wieder getroffen. Er ist gut in Schuss.

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