GEKREISCHE: Die Nationalspieler durften sich beim Länderspiel gegen Luxemburg in Freiburg teilweise wie Popstars fühlen. Vor allem jugendliche Fans belagerten den Mannschaftsbus, den Kabineneingang und kreischten förmlich auf, wann ihre Lieblinge sich zeigten. «So viele Leute vorm Hotel haben wir noch nie gehabt. Das ist der absolute Hype, das geht schon in Richtung Popstars», sagte Arne Friedrich. Bastian Schweinsteiger war der Rummel tausend Mal lieber als die Testspiele gegen Servette Genf ohne Zuschauer: «Ich war total froh, dass ich mal wieder Menschen im Stadion gesehen habe.»
ÜBERWACHUNG: Die gegen Luxemburg nur 45 Minuten oder gar nicht eingesetzten Nationalspieler mussten am Sonntag beim Training ordentlich schwitzen. Dabei trugen sie wieder Pulsgurte, und die Daten wurden sofort auf einen Computer am Spielfeldrand übertragen. Die Überwachung hat System, wie Co-Trainer Joachim Löw bemerkte: «Da kann man sehen, wer bewegt sich am Limit, wer fordert sich alles ab. Ist der Puls bei 180, 160 - oder nur bei 110?»
RESERVE: Vor fast zwei Jahren bestritt Jens Nowotny beim EM-Aus in Portugal sein 45. und bislang letztes Länderspiel. Auf sein Comeback im Nationaltrikot hatte der 32-Jährige schon gegen Luxemburg spekuliert, doch nun muss er vielleicht noch länger warten: Auch am Dienstag ist ein Einsatz des Lokalmatadoren in Leverkusen gegen Japan keineswegs garantiert, es kann auch erst gegen Kolumbien klappen. Möglicherweise komme Nowotny in den letzten beiden Testspielen «auch zum Einsatz», sagte Löw.