dpa: Wie sehen Sie die Abwehr, an der ja heftig gearbeitet wird? Klinsmann: «Es ist uns wichtig, dass Christoph Metzelder die Möglichkeit hat, seinen Rhythmus zu finden. Es war auch wichtig zu sehen, wie sich Robert Huth präsentiert. Bei allen Spielern ist im Moment die Belastung sehr hoch. Wir wägen ab, jedem die Möglichkeit zu geben zu spielen, aber auch ein paar Minuten Schonung zu geben.» dpa: Für den WM-Auftakt ist im Mittelfeld nur noch ein Platz offen, um den vor allem Tim Borowski und Bastian Schweinsteiger kämpfen. Mit welchen Aussichten? Klinsmann: «Der Kampf um die Startplätze im Mittelfeld ist heftig. Tim Borowski hat sich hervorragend entwickelt. Er klopft da an, er möchte rein. Er kann auf verschiedenen Positionen spielen. Bei Basti Schweinsteiger sieht man einfach, dass er sich wohl fühlt in der Gemeinschaft. Die Erwartungen ruhen hier nicht in erster Linie auf ihm, sondern mehr auf den älteren, erfahrenen Spielern, vorneweg auf Michael Ballack. Basti genießt einfach dieses Zusammensein in dieser teilweise sehr jungen Gruppe.» dpa: Mit den Außenpositionen können Sie noch nicht zufrieden sein... Klinsmann: «Beide, Arne Friedrich und Marcell Jansen, haben sehr viel gespielt und getan. Um auf dieser Position wirkungsvoll zu sein und gerade in 1:1-Situationen vorbei zu kommen, mal einen Mittelfeldspieler zu überlaufen, da bedarf es Spritzigkeit und Frische. Die können sie im Moment gar nicht haben.» dpa: Die Euphorie in Deutschland ist schon jetzt extrem groß. Die Fans in Freiburg sangen «Berlin, wir fahren nach Berlin» und «Finale». Kann dieser Rucksack für Ihr Team zu schwer werden? Klinsmann: «Nein. Wir freuen uns, wenn die Leute gut drauf sind und Spaß haben an ihrer Nationalmannschaft. Wir intern wissen, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben. Und wir uns jetzt auf Gegner vorbereiten müssen, die ein ganz anderes Kaliber sind als Luxemburg. Das ist uns allen bewusst, da machen wir uns gar nichts vor. Deshalb ist es gut, dass wir das Spiel durchgezogen haben und zurückgehen nach Genf, um gleich weiter zu arbeiten. Wir wollen sieben Spiele machen bei der WM - und da gehört noch jede Menge Arbeit dazu.» Jens Mende, dpa
 |